Ertappt

Schöne neue Onlinewelt

Eine Kolumne von Pascal Jäggi.

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Dieses Internet hat schon viele neue Möglichkeiten eröffnet. Onlineshopping zum Beispiel. Nur, Geld muss man für diese Einkäufe halt auch haben. Eine 54-jährige Schweizerin aus dem Bezirk Horgen war offenbar nicht immer flüssig. Sie musste Privatkonkurs anmelden. Die Schulden beliefen sich auf über 250'000 Franken. Dennoch versuchte sie immer wieder, bei einem Onlineshop für Reiterbedarf einzukaufen. Innerhalb von zwei Jahren gab es fünf Versuche, die teilweise sogar erfolgreich waren. Die Waren hatten einen Wert von mal 142, dann 195 Franken. Einmal sollten es gar Waren im Wert von 406 Franken sein.

Da die Dame schon bekannt war, versuchte sie es mit Alias-Namen. Zuerst wechselte sie den Nachnamen aus, dann den gesamten Namen. Auch bei der Wohnadresse zeigte sie sich kreativ. So, dass die Ware immer noch bei ihr landen würde. Aufgrund ihres Vorgehens, auch weil sie jeweils eher geringe Bestellmengen durchgab, habe sie damit rechnen können, dass die Firma die Bestellungen nicht genau prüft, wirft ihr die Staatsanwaltschaft vor. Sie verurteilt die 54-Jährige wegen Betrugs und versuchten Betrugs.

Auch wegen übler Nachrede wird die Dame verurteilt. In einer Facebook-Gruppe hatte sie einen anderen Nutzer sinngemäss als Frauen- und Tierhasser bezeichnet. Wegen all dieser Vergehen wird die 54-Jährige zu einer bedingten Geldstrafe von 90 mal 50 Franken und einer Busse von 900 Franken verurteilt.

Etwas besser kommt da eine 28-Jährige aus Thalwil weg. Trotz Schulden von 20'000 Franken hatte sie fünfmal Schuhe und Ähnliches online bestellt. Erst bei weiteren Versuchen fiel auf, dass sie nicht zahlen konnte. Das Ergebnis: eine bedingte Geldstrafe von 60 mal 30 Franken und eine Busse über 300 Franken.

Erstellt: 17.05.2019, 10:16 Uhr

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