Ertappt

Riskante Flucht vor der Polizei

Immer wieder werden Autofahrer erwischt, die eigentlich gar nicht hinter dem Steuer sitzen dürften. Eine Kolumne von Pascal Jäggi.

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Was treibt einen Menschen dazu, mit dem Auto auf halsbrecherische Weise vor der Polizei zu flüchten? Nach dem schlimmen Unfall von Galgenen SZ, bei dem der Fahrer starb, nachdem sein Auto in ein Wohnhaus geflogen war, ist diese Frage sehr aktuell. In der Regel haben die Flüchtenden etwas ausgefressen. Man will sich auf keinen Fall von der Polizei erwischen lassen, da eine Strafe droht. Das war beim Horrorunfall in Galgenen der Fall. Doch auch in der Region kommen solche Fälle vor.

Ein 22-Jähriger fuhr an einem Februarabend auf der Seestrasse in Rüschlikon Richtung Horgen. Von weitem bemerkte er, dass die Kantonspolizei eine Kontrolle durchführte. Er wendete den Wagen rund 100 Meter vor der Kontrollstelle. Die Polizisten nahmen aufgrund des verdächtigen Verhaltens die Verfolgung des Sihltalers auf. Bei einer Ampel zog er trotz Rotlicht und Gegenverkehr abrupt in die Bahnhofstrasse ein. Kurz darauf konnte ihn die Polizei stoppen. Nicht ganz klar wird, warum er abgehauen ist. Möglicherweise hatte er Drogen im Auto.

Bloss vier Tage zuvor wurde der Mann schon rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt. Doch damit nicht genug: Einen Monat später kontrollierte ihn die Polizei erneut. Diesmal fuhr er mit dem Auto, obwohl ihm kurz zuvor der Ausweis entzogen worden war. Die Staatsanwaltschaft bestrafte den 22-Jährigen mit einer bedingten Geldstrafe von 50-mal 100 Franken. Dazu wird eine lange Probezeit von vier Jahren ausgesprochen. Auto fahren dürfte er so bald nicht mehr. Ob er es wirklich lässt, ist eine andere Frage.

Erstellt: 29.11.2019, 10:07 Uhr

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