Miniaturen des Alltags

Retter in der Not

Eine Kolumne von Mirjam Bättig-Schnorf.

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Gerade als ich in das Parkgelände einbog, fiel es mir ein: Ich hatte keinen Rappen mehr im Portemonnaie, um die Parkgebühren zu bezahlen, und die Notreserve im Auto war bereits geplündert. In wenigen Minuten sollte ich beim Arzt vorstellig werden. Während ich mein Fahrzeug auf einen freien Platz lenkte, überlegte ich fieberhaft, wie ich jetzt zu einem Parkschein kommen könnte. Da klopfte es an meine Seitenscheibe.

Ein Kopf erschien im Fensterrahmen, und ein Mann fragte in gebrochenem Deutsch: «Du brauchen Parkticket?» Mit einem breiten Lächeln streckte er mir einen Zettel entgegen, auf dem ersichtlich war, dass noch knapp zwei Stunden der bezahlten Parkzeit übrig waren. «Sehr gern», stammelte ich überrascht. Der Kopf verschwand, und wenig später winkte mich der dunkelhaarige Mann zum Parkfeld, für welches er das Billett gelöst hatte. Noch bevor ich mich richtig bedanken konnte, war er auch schon verschwunden.

Ich lächelte vor mich hin und fragte mich, ob es auch Engel gibt, die einen Pferdeschwanz tragen und gebrochen Deutsch reden?

Erstellt: 18.06.2019, 10:25 Uhr

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