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Mit einem alten Kahn über den See

Eine Kolumne von Philippa Schmidt.

Was gibt es Schöneres an einem Frühlingstag, als mit dem Schiff über den Zürichsee zu schippern und und am anderen - in unserem Fall – am linken Ufer – die Sonne und Natur zu geniessen? So nahmen Sisi und ich den Weg zum Küsnachter Schiffsteg in Angriff und bestiegen alsbald das MS Linth. Für meine Hündin zwar ein etwas ungewöhnliches, aber durchaus akzeptables Fortbewegungsmittel. So linste sie neugierig über die Reling und ich war in dem Moment froh, dass sie zwar gerne schwimmt, aber beim Sprung ins kalte Nass nicht die Mutigste ist.

Nach nicht einmal einer Stunde erreichten wir die Station Au und machten uns sogleich auf, die Halbinsel zu entdecken. Für Sisi notabene an der Leine - handelt es sich doch um ein Naturschutzgebiet. Doch auch so sieht man mit Hunden Dinge, die einem alleine wohl verborgen geblieben wären: etwa ein Wildbienennest im Boden. Zum Glück hatte Sisi Respekt genug, um Abstand zu halten. Da waren uns doch die gemütlich grasenden Kühe lieber. Wenngleich sich mein Hund und die Wiederkäuer gegenseitig mit Nichtbeachtung straften. Aber auch Ponys, ein Esel und Hühner leben auf der Halbinsel Au - ganz oben beim Gasthof.

Auf dem Weg zum Schiffsteg in Wädenswil durfte Sisi schliesslich auch ohne Leine bummeln, schnüffeln und schwimmend eine Runde im See drehen. Zurück ging es ab Wädenswil wieder mit dem Schiff – dem MS Säntis. Sehr zum Unwillen von Sisi: Dass der Kahn Baujahr 1957 hat, merkte man nämlich an den Geräuschen, welche seine Maschinen beim Bremsen produzieren. Im Schiffsbauch rumorte es dabei so gewaltig, dass meine Hündin offensichtlich jedes Mal das Gefühl hatte, jetzt ginge die Welt endgültig unter. Sie war entsprechend froh, als wir in Küsnacht den Schiffsteg ansteuerten. Fazit: Eine Schifffahrt mit Hund ist sehr zu empfehlen, aber vielleicht nicht mit dem MS Säntis.

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