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Keine Lust auf Zivilschutz

Eine Kolumne von Pascal Jäggi.

Militärdienstverweigerer sind nichts Neues. Böse Zungen sagen ja, dass nicht alle im Zivildienst zu finden seien, sondern ein Teil davon im Zivilschutz. Diesem Relikt aus dem Kalten Krieg, der eigentlich den Untauglichen vorbehalten ist. Anscheinend liegt es jetzt im Trend, sogar ein Aufgebot des Zivilschutzes zu verweigern. Zwei junge Männer aus dem Bezirk Meilen hatten keine Lust auf den Dienst - gleich mehrfach.

Fall Nummer eins spielte sich in Hombrechtikon ab. Ein 26-Jähriger bekam Mitte Juni 2018 das Aufgebot, während des Ironman-Triathlon vom 29. Juli Dienst zu leisten. Übersehen hat er den Brief wohl nicht, stellte er doch ein Gesuch um Verschiebung des Einsatzes. Dieses wurde fünf Tage vor der Veranstaltung abgelehnt. Und was tat der Beschuldigte am Einsatztag? Er tauchte einfach nicht auf.

Im März diesen Jahres hätte der Beschuldigte einen WK mit der schönen Abkürzung Anlw/MAtw (Anlagenwart/Materialwart) absolvieren sollen. Wieder schwänzte der 26-Jährige. Ob sich das gelohnt hat? Die Staatsanwaltschaft See/Oberland verurteilt ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 20 mal 90 Franken und einer Busse von 400 Franken. Die Busse muss er bezahlen.

Schon fast ein notorischer Verweigerer ist Fall Nummer zwei. Viermal hätte er zwischen März und November 2018 in Herrliberg einem Aufgebot Folge leisten sollen. Aufgetaucht ist der 27-Jährige nie. Seine lapidare Begründung für die Absenzen: Er habe die Termine schlicht vergessen. Die Bestrafung ist noch empfindlicher als in Fall eins: Eine bedingte Geldstrafe von 30 mal 100 Franken und eine zu bezahlende Busse von 800 Franken. Ob sich der junge Zivilschutzverweigerer aufgrund der Bestrafung gebessert hat, ist unklar. Er wohnt mittlerweile ausserhalb des Bezirks.

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