«Hi Girls!» – meine Tina-Turner-Momente

Seit mehr als 20 Jahren lebt Tina Turner in Küsnacht. Auch wenn sie immer wieder im Dorf unterwegs ist, musste sich unsere Redaktorin gedulden, bis sie den Star zum ersten Mal zu Gesicht bekam.

Tina Turner im Küsnachter Gemeindehaus: 2015 liess die Sängerin per Knopfdruck die von ihr gesponserte Weihnachtsbeleuchtung in Küsnachts Strassen aufleuchten.

Tina Turner im Küsnachter Gemeindehaus: 2015 liess die Sängerin per Knopfdruck die von ihr gesponserte Weihnachtsbeleuchtung in Küsnachts Strassen aufleuchten. Bild: Archiv Sabine Rock

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In Küsnacht, Tina Turners Wohnort seit 1997, kursieren viele Geschichten über die Sängerin. Die meisten Küsnachter und auch manche Erlenbacher haben sie das eine oder andere Mal im Dorf gesehen – oft im Supermarkt, aber auch am Kinderfest hat sie schon vorbeigeschaut. Ich sah sie allerdings jahrelang nicht, was mich als Küsnachterin natürlich ein bisschen wurmte. Noch mehr ärgerte es mich, als mein erster Tina-Moment im wahrsten Sinne des Wortes baden ging.

Ich war noch Redaktorin der Lokalzeitung «Küsnachter», als eine Einladung der Seeretter Küsnacht-Erlenbach in mein Postfach flatterte: Es ging um die Taufe des neuen Seerettungsbootes. Nicht einmal der Name, auf den das Boot getauft werden sollte, stand in dem Mail. Dafür wurde mir nahegelegt, dass dieser Termin sich denn schon sehr lohnen würde. Ich verstand den Wink mit dem Zaunpfahl erst später und schickte eine freie Mitarbeiterin hin, da ich an dem Tag Besuch erwartete. So verpasste ich die Sängerin, die als Überraschungsgast das Boot auf den Namen Tina taufte. Mein Besuch wäre übrigens noch so gerne an der Taufe dabei gewesen.

Doch meine Begegnung mit Tina sollte kommen, und dies völlig unverhofft. Als ich eines Tages an der Zürichstrasse in Richtung Küsnachter Dorfkern unterwegs war, trat sie vor mir aus der Migros gemeinsam mit einem Mann, der ein Einkaufswägeli vor sich her schob. Entsetzt schaute sie mich an und hastete dann eilig über die Strasse davon. Erst da wurde mir bewusst, dass eine grosse Spiegelreflexkamera um meinen Hals hing. Diese hatte ich von meinem letzten Termin noch nicht weggeräumt.

Offensichtlich hielt mich die Sängerin für eine Paparazza – doch stattdessen stand eine verblüffte Lokaljournalistin auf der Strasse. Schliesslich traf ich Tina Turner doch noch an einem beruflichen Termin, als sie im Küsnachter Gemeindehaus die von ihr gesponserte Weihnachtsbeleuchtung einschaltete. Mit einem entwaffnenden Lächeln kam sie mit ihrem Mann Erwin Bach zum Termin. Die anwesenden Medienleute begrüsste sie schlicht und einfach mit einem «Hi Girls!», als sie sah, dass es alles Frauen waren.

Erstellt: 17.10.2018, 09:34 Uhr

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Philippa Schmidt, Redaktorin

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