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Entscheidung vom Bezirksrat tut not

ZSZ-Redaktorin Francesca Prader zum hoffnungslos festgefahrenen Streit zwischen dem Horgner Gemeinderat und der Schulpräsidentin.

Es ist eine ausserordentliche Situation, die sich derzeit in Horgen abspielt. Gemeinderat und Schulpflege stellen sich geschlossen gegen Schulpräsidentin Carla Loretz. Die Lage ist inzwischen so hoffnungslos festgefahren, dass sich der Gemeinderat diese Woche am Rande der Verzweiflung an die Öffentlichkeit wandte. Sämtliche Mitglieder von Gemeinderat und Schulpflege drohen mit dem Rücktritt, sollte der Bezirksrat nicht bald Klärung bringen.

Es erstaunt, dass der um Hilfe angerufene Bezirksrat ob dem Alarm des Horgner Gemeinderats mit Fristen und Verfahrensabläufen argumentiert. Denn wenn zwei Gremien voller gestandener Politiker keinen anderen Weg mehr sehen, als notfalls den Bettel hinzuwerfen, muss mehr dahinter stecken, als aus dem Ruder gelaufene Antipathie. Der Gemeinderat legt seine Verzweiflung glaubhaft dar, ohne ins Detail gehen zu können, wegen des laufenden Verfahrens

Carla Loretz scheint die Situation derweil gänzlich anders wahrzunehmen, als ihre Ratskollegen und sieht sich keinerlei Verfehlungen schuldig. Vielmehr gibt sie sich erstaunt, dass zwei komplette Behörden sich ihretwegen im Ausnahmezustand befinden. Von Selbstkritik, Einsicht oder dem Willen dazu, ist nichts zu spüren. Das ist keine Basis für eine konstruktive Lösung des Konflikts mit dem Gemeinderat und ihren Kollegen in der Schulpflege.

Es ist deshalb am Bezirksrat Führungswillen zu zeigen und in der Causa Loretz bald eine Entscheidung zu treffen. Als Aufsichtsorgan muss ihm daran gelegen sein, dass die Behörden funktionieren. Dies ist nicht zuletzt auch im Interesse der über 20000 Einwohner Horgens.

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