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Ein glückloser Einbrecher und eine prinzipielle Entscheidung

Welche Ereignisse und Themen bewegten die Menschen am Zürichsee im Januar 1950? Ein Blick in unser Zeitungsarchiv.

In Thalwil erfolgte im Januar des Jahres 1950 ein missglückter Einbruchsversuch in den Bahnhofskiosk, wie der linksufrige «Anzeiger vom Zürichsee» vor 70 Jahren berichtete. Der Einbrecher sei um halb vier Uhr morgens von einem Bahnbeamten entdeckt worden, der zum Frühdienst erschienen war. Der Beamte informierte daraufhin sofort die Kantonspolizei. Doch das wäre gar nicht nötig gewesen: Die Tür, die der Dieb mit Messer und Brecheisen zu öffnen versucht hatte, war unbenutzt; dahinter stand ein grosser Ofen. Somit blieb dem Pechvogel der Einstieg verwehrt. Aber auch die Polizei war vom Glück verlassen: Obwohl am Tatort Fingerabdrücke gesichert wurden, blieb die Fahndung nach dem Übeltäter bis heute erfolglos.

Am rechten Zürichseeufer wurden derweil viele Lehrkräfte gesucht – und gefunden. Wie die damalige rechtsufrige «Zürichsee-Zeitung» informierte, hatten sich für eine Lehrpersonenstelle an einer Schule in Feldbach eine jüngere männliche und eine ältere weibliche Lehrkraft beworben. Die Gemeindeschulpflege Hombrechtikon liess damals unverblümt mitteilen, dass sie «aus prinzipiellen Gründen» beschlossen habe, der männlichen Lehrkraft den Vorzug zu geben. Damit war das Auswahlverfahren aber noch nicht beendet; der Bewerber wurde zunächst einmal für eine Probelektion an der Schule eingeladen.

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