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Ein ganz krasser Typ

Von den unreifen Taten eines Kaugummi-Spuckers – eine kriminalistische Kolumne von Pascal Jäggi.

Der 22-Jährige mit Wohnsitz am linken Zürichseeufer brachte nachts an mehreren Gebäuden der Kanti Küsnacht, bei der es sich um seine ehemalige Schule handelt, Schriftzüge an. Darin bezeichnete er zwei Lehrkräfte zu Unrecht als Kinderschänder. Neben den grob ehrenrührigen Aussagen verursachte er auch noch einen Sachschaden von 1135 Franken.

Gut einen Monat später trat der Beschuldigte an seinem Wohnort in Aktion. Er drang unerlaubt in den Garten eines Einfamilienhauses ein und warf mit einem Stein eine Scheibe ein. Damit nicht genug: Am nächsten Morgen kehrte er zurück und schlug mit einem Pflasterstein mehrere Scheiben des Gartenhauses ein. Der Sachschaden belief sich auf 4000 Franken. Was ihn dazu getrieben hatte, genau bei dieser Familie auszurasten, bleibt unklar. Jedenfalls wurde die Polizei aufgrund der zweiten Aktion auf ihn aufmerksam und besuchte ihn zu Hause.

Kaum waren die Polizisten da, spuckte der 22-Jährige seinen Kaugummi ins Gesicht eines Beamten. Dabei flog auch ein gehöriger Anteil Spucke, was den Polizisten gemäss Strafbefehl «extrem ekelte». Polizisten seien seine Erzfeinde, erklärte der Beschuldigte, vielleicht zur Begründung der Spuckattacke. Gleich drei Beamte führten ihn danach zu Boden und versuchten ihm Handfesseln anzulegen. Er leistete grossen Widerstand, spuckte weiter und trat um sich. Dabei verletzte er einen Polizisten an der Unterlippe.

Für seine unreifen Aktionen wird der junge Schweizer mit einer bedingten Geldstrafe von 180 mal 20 Franken bestraft. Eine Busse von 900 Franken muss er bezahlen.

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