Ertappt

Drei Nachtbuben in Aktion

Eine Kolumne von Pascal Jäggi.

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Buben, die nachts in Gruppen umherschweifen und manchmal dabei Unsinn treiben. So definiert der Duden den typisch schweizerischen Ausdruck Nachtbuben. Das ist treffend für drei besonders intelligente Exemplare dieser Gattung, die im Oktober 2018 in Horgen auf der Einsiedlerstrasse unterwegs waren.

Ungefähr um 1.30 Uhr ging es los, als das Trio einen Salontisch «gratis zum Mitnehmen» am Strassenrand entdeckte. Statt ihn mitzunehmen, fanden sie es besser, den Tisch zu zerstören. Er flog in hohem Bogen auf die Strasse, die gläserne Tischplatte zerbarst. Danach mussten die Seitenspiegel und ein Frontscheinwerfer dreier Autos dran glauben. Nicht besser erging es den Wartehäuschen an den Bushaltestellen Gehren und Heubach. Hier rissen die Vandalen Lampenabdeckungen herunter, die Leuchtröhren zerbarsten danach ebenfalls.

Die Aktionen machten offenbar einigen Lärm. Denn kurze Zeit darauf erschien die Gemeindepolizei vor Ort, wohl durch Anwohner alarmiert. Die «Stopp, Polizei!»-Rufe der Polizisten hatten zur Folge, dass das Trio das Weite suchte. Allerdings ohne Erfolg. Die Nachtbuben wurden erwischt. Zwei wurden jetzt per Strafbefehl zu bedingten Geldstrafen von 40 mal 30 Franken verurteilt. Zudem müssen sie Bussen von 300 Franken zahlen.

Schuldig sind die beiden wegen mehrfacher Sachbeschädigung, Hinderung einer Amtshandlung (die vergebliche Flucht vor der Polizei) und Übertretung der allgemeinen Polizeiverordnung. Letzteres, weil die Glassplitter des Salontischs eine «Verunreinigung eines öffentlichen Verkehrsträgers» darstellen. Die «Buben» waren zum Tatzeitpunkt übrigens 18 und 19 Jahre alt. Wetten, dass Alkohol im Spiel war?

Erstellt: 19.07.2019, 13:05 Uhr

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