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Die Stunde der Idioten

Eine Kolumne von Pascal Jäggi.

Vom Zürcher Milieuanwalt Valentin Landmann stammt der Ausdruck «Stunde der Idioten». Gemeint ist die Zeit, in der nur noch Alkohol oder andere Substanzen konsumierende Nachtschwärmer auf den Strassen unterwegs sind. Die Zeit, wenn ein falscher Blick genügt, um einen Schlag zu kassieren. Die Idiotenstunde variiert zeitlich. Die Faustregel, je später der Abend, desto idiotischer die Nachtschwärmer, ist aber sicher nicht falsch. Das zeigen zwei Beispiele aus Stäfa und Schönenberg.

Im Februar 2019 fand in einem Stäfner Lokal eine Technoparty statt. Grossmehrheitlich ein friedlicher Anlass. Doch um drei Uhr morgens kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Unvermittelt schlug ein 27-Jähriger seinem Kontrahenten dann die Faust ins Gesicht. Der Schlag war so stark, dass das Opfer rückwärts zu Boden fiel und das Bewusstsein verlor. Der Mann erlitt eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch. Der Täter war gemäss Strafbefehl leicht alkoholisiert. Die Staatsanwaltschaft verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 60 mal 90 Franken, die mit einer zweijährigen Probezeit belegt ist. Eine Busse von 600 Franken muss er bezahlen.

Hoch her ging es Ende Mai 2018 in einem Festzelt in Schönenberg. Ein Innerschweizer legte sich um 1.30 Uhr mit einem Mann und zwei Frauen an. Nach einem verbalen Disput schlug der 31-Jährige dem Kontrahenten die Hand ins Gesicht. Die beiden Frauen trat er in die Bauchgegend. Er schüttete dem Mann den Inhalt eines Bechers ins Gesicht und schlug Richtung Kopf und Oberkörper des Gegners, aber ohne diesen zu verletzen. Eine Frau erlitt eine schmerzhafte Prellung. Der 31-Jährige wird mit 1000 Franken gebüsst. Was der Auslöser für den Streit war, bleibt unbeantwortet. Willkommen zur Stunde der Idioten.

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