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Die Sache mit den Gruppenchats

Miniaturen des Alltags – Eine Kolumne von Fabienne Sennhauser

Was für eine tolle Erfindung dieses Whatsapp doch ist. Dank des amerikanischen Nachrichtendienst kann in kürzester Zeit, die Oma mit einem Schnappschuss aus den Ferien gegrüsst, die Einkaufsliste mit dem Partner abgeglichen oder die Kollegin über eine mögliche Verspätung aufdatiert werden.

Ein weiterer Vorteil der Applikation: Kaffeeklatschrunden oder Registerproben für den Musikverein können in einem eigens dafür angelegten Gruppenchat gleich mit allen Beteiligten vereinbart werden. Und so gab es in den vergangenen Jahren denn auch kaum einen Anlass, zu dem ich nicht via Gruppenchat eingeladen worden bin.

Die Folge: Ein heilloses Gruppenchat-Chaos. Beispiel gefällig? Weil sich die Arbeit auf der Redaktion unlängst einmal etwas hinzog, wollte ich die Musikerkollegen pflichtbewusst auf mein verspätetes Erscheinen vorbereiten. Nur, welcher Chat war nun der richtige dafür? Der offizielle vom Präsidenten eingeführte Vereins-Chat, oder der für belanglosere Mitteilungen ins Leben gerufene Social-Chat?

Würde es möglicherweise schon reichen meine Registergspänli im The Clarinets-Chat zu informieren oder war der sicherste Weg nicht eher meine engsten Vertrauten im Verein mittels Juniors-Chat anzuschreiben? Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für den offiziellen Kanal und bekam auch prompt eine Antwort: «Falscher Chat!»

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