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Kein «Quotensozi» mehr in Küsnacht

Philippa Schmidt zum Ausgang der Wahlen in Küsnacht.

Als sogenannter Quoten­sozi wurde der jeweils einzige SP-Gemeinderat in Küsnacht im Volksmund bezeichnet. Dies war nicht abwertend gemeint, sondern als Zeichen dafür, dass im bürgerlichen Küsnacht Raum für Vielfalt, für eine linke Stimme ist. Nun fällt diese Stimme weg: Lucia Hegglin, die Kandidatin der SP, wurde zwar gewählt, schied aber als Überzählige aus. Woran lag es? Eine Rolle dürfte bei einigen Wählern der Wechsel Hegglins von der CVP zum Bürgerforum und zuletzt zur SP gespielt haben. Dieser wurde sowohl in der Leserbriefspalte als auch an einer Podiumsdiskussion zum Thema.

Aber auch, dass inzwischen eine Grünliberale und damit eine im bürgerlichen Kontext eher Linke im Rat sitzt, könnte ein Grund sein. Nicht zuletzt wurde in Küsnacht der Wettbewerb durch die Einführung der Einheitsgemeinde verschärft. Neu nimmt der Schulpräsident Einsitz im Gemeinderat, weswegen faktisch ein Sitz wegfällt.

Dass neben dem neuen Parteilosen sowie dem Spezialfall Nicola Roos eine Vertreterin einer etablierten Partei nicht reüssierte, kommt daher nicht überraschend, denn der einzige bisherige Parteilose, Walter Matti, hat sein Ressort bislang solide geführt. Einen Achtungserfolg erzielte Urs Esposito. Obwohl er kaum Wahlkampf betrieb, erzielte der Parteilose das beste Resultat der Überzähligen. Dies dürfte eine Folge seiner Oppositionspolitik gegen die Zentrumsentwicklung sein.

Fazit: Die Bürgerlichen gehen in Küsnacht gestärkt aus den Wahlen hervor. Insbesondere die FDP konnte einmal mehr brillieren: Alle ihre Kandidaten wurden gewählt.

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