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Und es sind doch Parteienwahlen

ZSZ-Redaktor Michel Wenzler zum Wahlausgang in Stäfa.

Gemeindewahlen sind ­Persönlichkeitswahlen, heisst es. Das bedeutet: Wichtiger als die Parteizugehörigkeit ist in den Gemeinden die Person, die zur Wahl steht. Ist sie bekannt, engagiert sie sich bereits im Dorf, verfügt sie über ein breites Netzwerk? Der gestrige Wahlsonntag hat aber gezeigt, dass dies nur die halbe Miete ist. Die Parteizugehörigkeit interessiert die Wähler eben doch.

Dies legt zumindest das Abschneiden dreier Kandidaten nahe. Zum einen das Resultat der neuen Gemeinderätin Jeannette Dietziker (SP): Sie verteidigt ­erfolgreich den zweiten Sitz der Sozialdemokraten, die in Stäfa – für Goldküstenverhältnisse – grossen Rückhalt haben. Zum anderen hat Philip Hänggi die Wahl nicht geschafft, obwohl er in der Gemeinde einen gewissen Bekanntheitsgrad hat – nicht zuletzt als Organisator und ­Mitorganisator von Festen und Gewerbeausstellung. Nur ist er vermutlich in der falschen Partei, um gewählt zu werden. Dass die CVP, die in Stäfa kaum eine Wählerbasis hat, gleich zwei Vertreter im Gemeinderat stellen soll, fanden wohl viele übertrieben.

Und auch die SVP hat in den vergangenen Jahren oft zu spüren bekommen, dass sie in den Stäfner Behörden nicht allen genehm ist. Die Partei ist schon mit vielen Kandidaten gescheitert. Dieses Mal trifft es Schulpflegekandidat Kaspar Burkhard. Es gibt keine plausible Erklärung dafür, dass er mindestens 500 Stimmen Rückstand auf alle anderen Kandidaten hat. Ausser, dass er in der SVP ist.

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