Kommentar

Dunkle Wolken über dem See

Sportredaktor David Bruderer zur schwierigen Saison der beiden Handball-Clubs vom Zürichsee.

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Der Derbysieg kam für den HC Horgen genau im richtigen Moment. Neben den zwei Punkten ist die psychologische Wirkung im Abstiegskampf wohl noch mehr wert. Die Willensleistung gegen den Erzrivalen brachte den ­Ausstieg aus der Negativspirale. Der Weg bis zum Ligaerhalt ist in den restlichen sieben Runden aber noch weit. Immerhin hat der HCH vier der verbleibenden Gegner im Hinspiel bezwungen. Sollten die Horgner auch in der nächsten Saison in der Nationalliga B auflaufen können, stehen sie jedoch vor dem nächsten Problem. Mit Mathias Müller (HSC Suhr Aarau) und Luca Oberli (STV Baden) haben die beiden zentralen Rückraumspieler bereits bei anderen Vereinen unterschrieben. Das Duo, das für fast 40 Prozent der Tore verantwortlich zeichnete, wird schwierig zu ersetzen sein. Solange die Ligazugehörigkeit nicht ­gesichert ist, sind gewichtige Neuverpflichtungen kaum zu ­tätigen. Und aus dem eigenen Nachwuchs verfügt (noch) kein Junior über NLB-Format.

Den Ligaerhalt haben die Lakers Stäfa immerhin schon geschafft. Die Ambitionen der Rechtsufrigen waren mit der Rückkehr in die Nationalliga A aber viel höher gewesen. Dem Team fehlen jedoch Führungspersönlichkeiten. Regisseur Mikkel Madsen, der im Frühling in seine dänische Heimat zurückkehren wird, ist ein stiller Schaffer.Der routinierte Christoph Piske hatte sich im Dezember nicht im Griff und kassierte für eine Tätlichkeit fünf Spielsperren. Vorbildfunktion nicht erfüllt.

Auch am rechten Ufer sind im Rückraum potente Nachwuchskräfte Mangelware. Und Talente wie Flügel Ramon Schlumpf sind bereits bei NLA-Klubs auf dem Radar. Immerhin haben die ­Stäfner mit ihrer Niederlage in Horgen dazu beigetragen,dass es auch nächste Saison ­Seederbys geben könnte.

Erstellt: 05.03.2018, 10:48 Uhr

David Bruderer, Sportredaktor

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