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Die Stadt ist kein Museum

Conradin Knabenhans, Redaktionsleiter Ausgabe Obersee, zum «kleingeistigen» Rapperswiler Pop-Up-Streit.

Die Pizza gilt als Kulturerbe der Menschheit. Wer damit sein Geld erwirtschaftet, hat aber noch lange keinen Heimatschutz verdient. Auch für Gastronomen gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Offenbar haben die Beizer an der Rapperswiler Seepromenade just dies vergessen. Mit Pauken und Trompeten gehen sie nicht nur gegen das Pop-Up-Restaurant im Visitor Center vor, sondern rekurrieren auch gegen eine Bar auf einem Schiff im Hafen.

Offiziell argumentieren sie mit ungleich langen Spiessen. Da werden weniger strenge Auflagen bemängelt, der tiefe Mietzins und die Angst vor der Live-Musik. Diese Argumente sind für mich Augenwischerei: Die Platzhirsche der Seepromenade wollen schlicht und einfach nicht, dass ein anderer Gastronom an einem noch besseren Platz wirten kann. Dabei vergessen sie eine Tatsache: Nicht jeder potenzielle Gast fühlt sich vom Angebot an der Seepromenade angesprochen. Gerade für junge, hippe Gäste wirken gewisse Beizen verstaubt oder sind ihnen schlicht zu teuer.

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