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«Meine Kunst lebt im Kreislauf der Natur»

Ivo Moosberger mit einem seiner Naturschauspiele, einem Steinbogen, den er aus 180 Steinen konstruiert hat.

Was sind Sie eher, ein Wanderer oder ein Künstler?

Gäbe es den Künstler ohne das Wandern?

Gibt es zwischen Wandern und Kunstschaffen Parallelen?

Nun verbinden Sie beides: Sie wandern, halten inne und erschaffen ein Kunstwerk. Ist Letzteres überall möglich oder gibt es besondere Gegeben­heiten, die Sie inspirieren?

In Ihrem Buch «Naturschau­spiele» schreiben Sie, es handle sich bei Ihrem Tun um eine ­Annäherung an die Vergänglichkeit. Können Sie das genauer ­erklären?

Ihre Kunstwerke sind allesamt vergänglich. Sie halten diese zwar fotografisch fest, aber aus der Natur entschwinden sie früher oder später. Reut es Sie nicht, dass Ihre Gebilde nicht für die Nachwelt erhalten bleiben?

Die meisten Ihrer «Schauspiele» sind poetischer Natur, oftmals der Natur selbst abgeschaut. Nur selten lassen Sie sich von Witz oder Ironie leiten, zum ­Beispiel mit einem Fussgängerstreifen aus gelben Blättern mitten im Wald. Damit durchbrechen Sie die Beschaulichkeit, holen eine Alltagsrealität in eine Welt, die dem Alltag fernab ist. Warum tun Sie das nicht öfter?

Angenommen, ein einsamer Wanderer zieht an einem Ihrer Werke vorbei, lässt sich davon inspirieren und verändert es: Welche Gefühle würde das bei Ihnen auslösen?

Für Ihre Kunstwerke verwenden Sie ausschliesslich Dinge, die in der Natur zu finden sind. Vermeintlich Unscheinbares, wie Federn, Blätter oder Steine, wird dadurch in den Mittelpunkt gerückt und gewinnt unter dem neuen Blickwinkel an Wert. Ist dieser Ansatz auch Teil Ihrer Lebensphilosophie?

Wohin führt Sie die Zukunft? Werden Sie weiter wandern und planen Sie weitere ­Naturschauspiele?