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Interview mit Silvia Steiner«Meine Familie und ich leben schon lange unter Lockdown-Bedingungen»

Regierungspräsidentin Silvia Steiner (CVP) verteidigt die kritisierte Zürcher Corona-Politik. Und sie erzählt, wie sie die diesjährige Krise im Privaten erlebt hat und worauf sie nächstes Jahr ihre Hoffnungen setzt.

Die Krise setzt auch Silvia Steiner zu. Sie sagt: «Hinter jeder Zahl in der Todesstatistik stehen menschliche Schicksale.»
Die Krise setzt auch Silvia Steiner zu. Sie sagt: «Hinter jeder Zahl in der Todesstatistik stehen menschliche Schicksale.»
Foto: Sabina Bobst

Frau Steiner, ein intensives Jahr geht zu Ende. Sind Sie froh, dass es bald vorbei ist?

Das Jahr ist vielleicht vorbei, aber froh bin ich erst, wenn wir diese Corona-Krise bewältigt haben. Allerdings muss ich sagen, dass ich in diesem Jahr auch viele gute Momente hatte: Begegnungen mit engagierten Lehrpersonen und Schülern sowie mit meinen Mitarbeitenden. Und ich bin als Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren wiedergewählt worden – ein Vertrauensbeweis. Es war also für mich bei weitem nicht alles negativ.

Dennoch dürfte die Krise auch Sie in Ihrem Privatleben getroffen haben. Wie sind Sie damit umgegangen?

Die Corona-Krise hat mir gezeigt, dass etwa die Familie extrem wichtig ist für die Bewältigung solcher Extremsituationen. Ich lebe in einem Mehrgenerationenhaushalt, zusammen mit vulnerablen Menschen. Der Schutz bekam deshalb einen sehr hohen Stellenwert. Meine Familie und ich leben schon seit langem unter Lockdown-Bedingungen. Wir gehen nicht an Feste, vermischen keine Personengruppen und treffen die weitere Verwandtschaft nicht mehr persönlich.

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