Zumikon

Zumikon lagert Wärmeerzeugung für Gemeindeliegenschaften aus

Früher war der Wärmeverbund noch Gegenstand von Diskussionen. Am Montag stimmten die Anwesenden der Auslagerung ohne Debatte zu.

Die Zumiker Gemeindeversammlung ist den Anträgen des Gemeinderats gefolgt.

Die Zumiker Gemeindeversammlung ist den Anträgen des Gemeinderats gefolgt. Bild: Archiv Sabine Rock

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Nur gerade 63 Stimmberechtigte nahmen am Montag an der Gemeindeversammlung in Zumikon teil. Traktandiert waren ausschliesslich zahlenlastige und technische Geschäfte. Solche, die im Vorfeld keine grossen Wellen geworfen hatten. «Was gibt es Schöneres, als mit einer solchen Rechnung zu schliessen», sagte Gemeindepräsident Jürg Eberhard (FDP) in Anspielung auf den letzten Auftritt von Finanzvorsteherin Barbara Messmer (CVP). Die Jahresrechnung 2017 weist ein Plus von 3,3 Millionen Franken auf. Messmer sprach denn auch von einem «super Resultat».

Im Vergleich zum Budget schloss die Rechnung rund 5,3 Millionen Franken besser ab. Die Finanzvorsteherin betonte die grosse Budgetdisziplin während des ganzen Jahres. Zusammen mit Mehreinnahmen bei den Steuern ergab es den erfreulichen Abschluss. Die Nettoinvestitionen wurden in Höhe von 4,6 Millionen Franken getätigt – ein Rekordtief seit 2012. Die Versammlung nahm die Rechnung einstimmig ab.

Hohe jährliche Belastung

Diskussionslos und ebenfalls einstimmig nahmen die Anwesenden den beantragten Verzicht auf eine Neubewertung des Verwaltungsvermögens an. «Es ist etwas technisch», warnte Messmer zu Beginn. Als Hauptargument gegen die freiwillige Neubewertung nannte sie die bereits abgeschriebenen Werte, die rückwirkend erneut abgeschrieben werden müssten. Diese Abschreibungen hätten das Budget jährlich mit gut 2,3 Millionen Franken belastet.

In Diskussionslaune waren die Stimmberechtigten auch nicht beim Wärmeverbund. Ein Thema, das, wie Eberhard anfügte in der Vergangenheit schon für Debatten gesorgt hatte. Mit einem Ja zur Vorlage seien Schnitzelheizung und Wärmesonde vom Tisch. Tiefbauvorsteher Thomas Epprecht (FDP) strich heraus, dass das Verteilnetz im Besitz der Gemeinde bleiben würde. «Wir sprechen jetzt nur von der Wärmeerzeugung.» Er stellte die verschiedenen Varianten vor – Sanierung in Eigenregie für 2,7 Millionen Franken, Umstellung auf Heizöl für knapp 1 Million sowie die favorisierte Auslagerung an die Energie 360° AG für einen jährlichen Beitrag von knapp 190 000 Franken.

Eindeutiger Fall

Gemäss Gemeinderat sind die Vorteile der Auslagerung zahlreich. Die Lösung sei sauber, umweltfreundlich und kostengünstig. Attraktiv seien auch die Wärmepreise im Querverglich. Kritische Worte gab es nur von der Rechnungsprüfungskommission (RPK). «Wir sind nicht vollumfänglich davon überzeugt, dass die vorgeschlagene Lösung die günstigste ist», sagte ihr Präsident Christoph Born (CVP). Trotz dieser Bedenken gab die RPK ihre Zustimmung zur Vorlage – wie überhaupt zu allen Geschäften des Abends.

Der Auslagerung wurde mit einer Gegenstimme angenommen. Ein klarer Fall war auch das von Schulvorsteher Andreas Hugi (FDP) präsentierte Geschäft. «Es ist eine dringend nötige Sanierung», sagte er zur geplanten Gesamterneuerung des Turnhallentrakts im Schulhaus Juch. «War machen reinen Werterhalt.» Der Kredit dafür beläuft sich auf knapp 2,5 Millionen Franken. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.06.2018, 23:43 Uhr

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