Meilen

Zum Gedenken an Hans Zambon

Alt-Gemeinderat Hans Zambon ist verstorben. Er war ein aufrichtiger und stiller Schaffer.

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Vor Wochenfrist ist ein waschechter Obermeilemer zu Grabe getragen worden, der auch ausserhalb von Familie und Beruf in grossem Masse für die Öffentlichkeit tätig war. Hans Zambon hat dem Meilemer Gemeinderat von 1978 bis 1982 angehört und dort das Gesundheitswesen betreut.

Er kam, wie es früher üblich war, als Stimmenzähler erstmals mit dem Meilemer Gemeinwesen in Berührung, war später vom November 1969 bis zum Frühjahr 1974 in der örtlichen Schulpflege tätig und wurde am 12. März 1978 in den Gemeinderat gewählt – und das als Sozialdemokrat und damaliger Schulhausabwart, der am Ende des Wahlkampfes gegen eine von freisinniger Seite portierte Frau antrat.

Während zweier Amtsdauern stand der leidenschaftliche Alphornbläser bis Frühjahr 1982 der Gesundheitsbehörde vor. Er hatte sich mit damals im Vordergrund stehenden Projekten auf dem Gebiet der Kehrichtbeseitigung zu befassen. Dazu gehörte unter anderem auch die Orientierung der Bevölkerung über die Einführung der Sackgebühr. Er nahm als gemeinderätlicher Vertreter Einsitz in der kommunalen Kläranlagekommission und im regional organisierten Verband «Kehricht- und Schlammaufbereitungsanlage Pfannenstiel».

Voten waren stets überlegt

Bereits in seiner ersten Gemeindeversammlung am 24. April 1978 konnte der Verstorbene die Abrechnung über die damals von seinem Vorgänger aufgegleiste Erweiterung der Friedhofsanlage mit einem Kostenaufwand von rund 430'000 Franken präsentieren. Während der achtjährigen Tätigkeit innerhalb des Gemeinderats ist der Verstorbene aufgefallen durch seine wohlüberlegten, stets sachbezogenen und fundierten Voten. Er meldete sich im Rahmen zahlreicher Diskussionen nur dann, wenn es etwas zu sagen gab. Unnötige, sachfremde oder gar überflüssige Beiträge von dritter Seite waren ihm ein Gräuel.

Als eine der wohl schönsten repräsentativen Aufgaben durfte der Verstorbene im Jahre 1981 als offizieller 1.-August-Redner auf der Hohenegg-Terrasse auftreten. So ist dazu im Heimatbuch nachzulesen: «In seiner Ansprache verteidigt Gemeinderat Hans Zambon die Heimat als köstliches Gut, das zu Dankbarkeit und Zusammenhalt verpflichte.»

Was hier und heute bleibt, ist die dankbare Erinnerung an einen loyalen, aufrichtigen, kollegialen und stillen Schaffer, der immer bestrebt war, für das Gemeinwesen vorausschauend tätig zu sein.

Heinrich Haupt, Alt-Gemeindeschreiber

Erstellt: 05.04.2019, 10:29 Uhr

Hans Zambon gehörte von 1978 bis 1982 dem Gemeinderat an. (Bild: pd)

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