Fischerei

Zürichsee-Fischer fangen wieder mehr

Nach zuletzt schwachen Jahren war 2018 für die Berufsfischer wieder deutlich besser. Insbesondere Felchen und Egli wurden viel häufiger gefangen als noch im Vorjahr.

Ein Zürichsee-Berufsfischer holt seinen Fang aus den Netzen.

Ein Zürichsee-Berufsfischer holt seinen Fang aus den Netzen. Bild: Archiv TA

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

2017 sah es düster aus für die Berufsfischer am Zürichsee. Deren Gesamtfang von Felchen war gegenüber 2014 um fast zwei Drittel geschrumpft. Und auch der Ertrag an Egli, der mit Abstand zweitwichtigste Fisch, war auf ein Langzeittief gesunken.

Es war klar, dass solche Fangzahlen auf Dauer die Existenz der Berufsfischerei am Zürichsee bedroht hätten. Doch vergangenes Jahr nun folgte die Wende. Wie die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee in einem aktuellen Bericht schreibt, hat sich der Felchenfang der Berufsfischer im Zürich- und Obersee 2018 gegenüber dem Vorjahr auf über 97 Tonnen mehr als verdoppelt. Eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr gab es auch beim Eglifang mit über 30 Tonnen.

Auch die Fangerträge der Freizeitfischer haben sich bei den einzelnen Fischarten relativ gesehen ähnlich positiv wie bei den Berufsfischern entwickelt. Etwas kritischer sieht es bei den Forellenerträgen aus, die zum dritten Mal in Folge rückläufig waren. Dieser Fisch spielt mit einem Gesamtfang von 1,3 Tonnen jedoch eine weit geringere Rolle für die Zürichseefischerei als dies «Massenfische» wie die Felche oder der Egli tun.

Auch der Hechtfang verzeichnete 2018 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um gut sieben Tonnen. Letztlich bewegte sich dessen Fangmenge im vergangen Jahr aber immer noch über dem 10-Jahres-Mittel.

Obersee weniger gut

Der gesamte Fischfang nahm 2018 im Zürich- und Obersee gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent zu und erreichte über 249 Tonnen. Interessant ist aber, dass alleine der Zürichsee für den höheren Gesamtfang verantwortlich war, während die Erträge aus dem Obersee gegenüber 2017 gar leicht rückläufig waren. Dafür fielen aber die Ertragseinbussen im Obersee in den vergangenen Jahren weit geringer aus als im Zürichsee. In beiden Seen werden in grosser Anzahl Jungfische ausgesetzt, wie der Bericht der Fischereikommission festhält.

Erstellt: 19.06.2019, 17:44 Uhr

Artikel zum Thema

Er wacht über die Fische am Feldbach

Hombrechtikon Thomas Gutjahr ist Revierpächter des Feldbachs. Vor 15 Jahre begann er dort zu fischen. Inzwischen steht für ihn der Bach als Ganzes im Vordergrund. Erst recht nach dem heissen Sommer 2018, der seine Spuren hinterlassen hat. Mehr...

Berufsfischereien sind kleine Dynastien

Zürichsee Berufsfischer sind wie Bauern: Der Betrieb ist Familiensache. Das ist bei der Fischerei Weber in Hurden nicht anders. Hermann Weber ist zwar noch aktiv, hat aber das Geschäft bereits der fünften Generation in der Familie übergeben. Mehr...

Die Fischerei ist auch eine Metzgerei

Zürichsee Der Fischfang ist ein Knochenjob. An Land ist die Arbeit für die Berufsfischer vom Zürichsee aber nicht zu Ende. Denn ganze Fische kauft heute kaum noch jemand. Die ZSZ hat Andi und Silvia Braschler in Hurden bei der Verarbeitung des Fangs zu mundgerechten Köstlichkeiten zugeschaut. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles