Gemeinderating

Zollikon klettert an die Spitze

Die Weltwoche kürt Zollikon zur attraktivsten Gemeinde in der Schweiz. Die beiden Seebezirke sind traditionell stark vertreten im Rating.

Zollikon ist die neue Nummer 1 im Gemeinderating der Weltwoche.

Zollikon ist die neue Nummer 1 im Gemeinderating der Weltwoche. Bild: Michael Trost

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Von Platz zwei im Vorjahr auf den Thron: Zollikon ist im alljährlichen Rating der Weltwoche die attraktivste Gemeinde der Schweiz mit mehr als 2000 Einwohnern. Zollikon löst damit das Luzernische Meggen ab, das nun den zweiten Rang vor Zug belegt. Der Sieger von 2016 und 2017, Rüschlikon, ist als viertattraktivste Gemeinde die Nächstbeste in der Region Zürichsee.

Hinter dem Zürcherischen Pfäffikon folgt Meilen auf dem sechsten Platz im Rating. Ebenfalls in den besten 30 der 928 untersuchten Gemeinden (siehe Kasten) liegen aus den beiden Seebezirken Männedorf (15), Thalwil (16), Küsnacht (19), Adliswil (21), Uetikon (22), Herrliberg (24), Hombrechtikon (25), Stäfa (26) und Zumikon (29). Auch die weiteren Gemeinden in der Region zählen zu den besten 15 Prozent in der Schweiz: Oberrieden (41), Horgen (48), Richterswil (50), Langnau (61), Erlenbach (68), Wädenswil (93), Kilchberg (118) und Oetwil (132).

«Ausgewogenheit zählt»

Den Zolliker Gemeindepräsidenten Sascha Ullmann (GLP) freut der Sieg, zumal ihn die Weltwoche mit «Spiegel einer langfristigen, soliden Politik» betitelt. «Wenn man das Rating ansieht, sind wir nirgends wirklich an der Spitze, wir sind hingegen breit aufgestellt und können damit punkten.» Man könne auch von «ausgewogen» sprechen. «Diese Erkenntnis finde ich sehr sympathisch, und sie ist Motivation für die weiterführende Politik in Zollikon», sagt Ullmann.

Wir sind nirgends Spitze aber breit aufgestellt und können damit punkten.»Sascha Ullmann,
Gemeindepräsident Zollikon

Gezielt auf das Rating hinzuarbeiten, sei für den Gemeinderat aber schwierig. Dazu sei die Gewichtung der einzelnen Kriterien zu verschwommen. Ausserdem gibt es mehre Städte- und Gemeinderatings mit jeweils unterschiedlichem Fokus. Zudem entscheidet auch oft der Zufall, was in einem Jahr gut für die Bewertung sei und was gerade nicht passt. Zollikon etwa war 2013 noch auf dem 55. Platz. Dafür war damals Wollerau Achter, heute belegt die Steueroase nur noch Rang 100.

Erfolg steigert Zuzugsdruck

Die Folgen eines solchen Titels kennt Bernhard Elsener (CVP), Gemeindepräsident von Rüschlikon. «Generell war und ist ein solcher Spitzenplatz die Bestätigung für unseren Gemeinderat, dass er mit seinen Anstrengungen für Lebensfreude am Zürichsee richtig liegt.»

50 PUNKTE GEPRÜFT
Seit 2009 führt die Weltwoche ein Ranking der attraktivsten Gemeinden in der Schweiz mit über 2000 Einwohnern durch. Im Auftrag der Zeitschrift wertet das Beratungsunternehmen IAZI (Zürich) die Attraktivität mittels 50 Einzelindikatoren aus. Diese werden in sieben Kategorien zusammengefasst: Wohnen, Arbeitsmarkt, Bevölkerungsstruktur, Steuern, ÖV- und Verkehrserschliessung, Versorgung und Sicherheit.

Es werden Fragen behandelt wie: Wo ist die Sicherheit hoch und die Steuerbelastung niedrig? Welche Arbeitsplätzeliegen in der Nähe? Wie lange dauert die Reise zum nächsten Zentrum? Wo ist die Infrastruktur gut ausgebaut? Dieses Jahr wurden 928 Gemeinden nach diesen Kriterien untersucht. (red)

Konkret kam Rüschlikon durch die Siege 2016 und 2017 weitherum ins Gespräch. Indirekt steigere solch ein Rating vor allem den Druck auf den Zuzug, sagt Elsener, «denn die positiven Kriterien der Bewertung sprechen sich herum».

Dass Rüschlikon nun nicht nicht mehr auf dem Podest steht, nimmt der Gemeindepräsident sportlich. «Die Unterschiede in den einzelnen Kriterien sind extrem klein und ich gönne Zollikon den Erfolg.»

Erstellt: 15.08.2019, 13:02 Uhr

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