Zivilschutz

Zivilschützer feiern Fusion

Der Zivilschutz von Uetikon und Männedorf hat sich mit Meilen und Herrliberg zusammengeschlossen. Dies wurde von Behördenvertretern und Zivilschützern gefeiert.

Der Zivilschutz Männedorf-Uetikon schliesst sich dem Zivilschutz Meilen an. Mit neuer Fahne und Logo: Markus Trinkner, Marianne Röhricht, Fahnenträger, Kommandant Nico Schweyer, Thomas Steiger, Daniela Halder.

Der Zivilschutz Männedorf-Uetikon schliesst sich dem Zivilschutz Meilen an. Mit neuer Fahne und Logo: Markus Trinkner, Marianne Röhricht, Fahnenträger, Kommandant Nico Schweyer, Thomas Steiger, Daniela Halder. Bild: Michael Trost

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175 Männer in orange/braunen Uniformen stehen bestens gelaunt und fein säuberlich aufgereiht auf dem Parkplatz beim Vorderen Pfannenstiel. Dass es so viele sind, hat seinen Grund: «Der Abend ist Teil ihres WKs», sagt ihr Kommandant Nico Schweyer. «Heute sind zwei Drittel der Zivilschützer anwesend.»

An diesem Mittwoch feiern sie den Zusammenschluss des Zivilschutzes ihrer Wohngemeinden zu einer Organisation. Sie kommen aus den Gemeinden Meilen, Herrliberg, Uetikon und Männedorf.

Kommt es in diesen Gemeinden zu einer Katastrophe, sind sie es, die ausrücken. «Unwetter, Hochwasser, Infektionskrankheiten, Asyldruck und Ausfall von Strom und Wasser» – so lauten Szenarien, mit denen die Behörden rechnen. Die Zivilschützer sind diese Woche nicht zum ersten Mal zusammen im Einsatz. In gemeinsamen Wiederholungskursen haben sie sich in den letzten zwei Jahren bereits kennengelernt.

Klares Ja als Zeichen

Damit es überhaupt etwas zu feiern gibt, mussten die Stimmbürger aus Uetikon und Männedorf zuerst Ja sagen. Das haben sie: Letzten November stimmten sie an der Urne einer Vorlage für den Zusammenschluss des Zivilschutzes per 1. Januar mit Meilen und Herrliberg klar zu. Die Ja-Stimmen beliefen sich auf 93,7 respektive 91,5 Prozent.

Verschiedene Behördenvertreter danken den Männern für ihren Einsatz. «Die Idee für einen Zusammenschluss nahm schon vor einigen Jahren Gestalt an», sagt der Meilemer Sicherheitsvorstand Thomas Steiger (parteilos), der durch den Abend führt und die Fahne mit dem neuen Logo präsentiert.

Die Fahne mit dem neuen Logo.

Für die ehemalige Uetiker Sicherheits- und heutige Liegenschaftenvorsteherin Heidi Mühlemann (parteilos) war die klare Zustimmung an der Urnenabstimmung ein Zeichen: «Die Vorteile einer Reorganisation haben der Bevölkerung eingeleuchtet.» Die aktuelle Uetiker Sicherheitsverantwortliche, Marianne Röhricht (parteilos), hebt die Wichtigkeit eines gut funktionierenden gemeinsamen Zivilschutzes hervor, denn «ein Unwetter macht nicht Halt an Gemeindegrenzen.»

Schutz für 37'000 Einwohner

Wenn es dereinst zu einem solch verheerenden Unwetter kommen sollte, wird sich der Katastrophenstab in Meilen befinden – der neuen Trägergemeinde. Der Stab koordiniert im Ernstfall die Einsätze. Für die 37'000 Einwohner der Mitgliedsgemeinden stehen neu 320 Zivilschützer bereit.

Fusionen zu grösseren Organisationen waren auch eine Vorgabe des kantonalen Amtes für Militär und Zivilschutz (AMZ). Demnach sollten Verbünde Einzugsgebiete mit rund 35'000 Personen aufweisen.

Nebst dem Zivilschutz ist auch die Feuerwehr Männedorf/Uetikon von den Neuerungen betroffen. Bisher waren der Zivilschutz und die Feuerwehr der beiden Gemeinden mit einem Zweckverband organisiert. Änderungen im Gemeindegesetz haben Uetikon und Männedorf motiviert, den Verband aufzulösen und Feuerwehr und Zivilschutz anders zu organisieren. Neu hat Männedorf mit Uetikon einen Anschlussvertrag und kauft Feherwehrleistungen von ihrer Nachbargemeinde ein. Uetikon wird wie in den vergangenen Jahren die Geschäftsstelle führen. Die bisherigen Materiallager und Depots bleiben bestehen.

Erstellt: 20.06.2019, 15:57 Uhr

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