Oetwil

Wo Kind und Hund ungestört Spass haben dürfen

Einen ganzen Tag mit dem eigenen Hund verbringen – ohne dass Mami oder Papi dabei sind. Das können Kinder bei einem Ferienplauschkurs in Oetwil. Mit Spielen und viel Spass wird die Beziehung zum Hund vertieft.

Johanna und Isabelle treten im Seilziehen gegeneinander an. Unterstützung erhalten sie von Gemma und Django (alle von links). Bolonkahündin Dunja schaut zu.

Johanna und Isabelle treten im Seilziehen gegeneinander an. Unterstützung erhalten sie von Gemma und Django (alle von links). Bolonkahündin Dunja schaut zu. Bild: Mirjam Bättig-Schnorf

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Dunja wedelt mit dem Schwänzchen und schaut aufmerksam zu Johanna auf. Die 14-Jährige hält der Bolonkahündin ein Leckerli vor die Nase und lockt: «Komm Dunja, komm, wir versuchen es nochmals.» Die beiden spielen das Spiel «Zeitunglesen Stopp» gemeinsam mit der 12-jährigen Alina und ihrem Labradoodle Nala sowie der 8-jährigen Isabelle mit Vizsla Django. Mit von der Partie ist auch Alexandra Lehmann mit Mischlingshündin Chicca und Labrador Gemma. Sie führt gemeinsam mit ihrem Partner Diego Lehmann die Hundeschule Struppi und Co. in Oetwil. Im Rahmen des Ferienplausches führt sie mehrere «Ferientage mit Hund» auf dem Gelände durch, so auch am vergangenen Donnerstag.

Dunja und Johanna pirschen sich jetzt Schritt für Schritt zu Alina vor, die mit dem Rücken zum Feld Zeitung liest. Sobald sie sich umdreht, heisst es bocksteif stehen. Aber oha, bald bewegt sich da ein Hundeschwänzchen und dort ein Kopf, und das bedeutet: Zurück auf Feld eins. Es dauert seine Zeit, bis jedes Kind-Hund-Gespann es einmal bis ganz nach vorne geschafft hat.

Vorschnelle Eltern

In der kurzen Pause danach knuddeln die Mädchen ausgiebig die Hunde. Die Stimmung ist entspannt, auch unter den Tieren. Sie schnuppern, spielen, raufen und springen zwischendurch mit einem Satz zu den Mädchen aufs Stallsofa. Dort bekommen sie die nächste Streicheleinheit. «Mir ist es wichtig, dass wir zusammen Spass haben», sagt Alexandra Lehmann. Ziel des Kurses sei, den Kindern einen Tag zu ermöglichen, an denen sie selber mit ihrem Hund agieren dürfen. «Ich erlebe, dass Eltern in vielen Situationen schnell eingreifen.» Es sei aber wichtig, dass die Kinder ihren eigenen Weg mit den Tieren finden würden.

Dass die drei Ferienplausch-Teilnehmerinnen mit ihren Hunden vertraut sind, spürt man. Gekonnt leiten sie die Vierbeiner bei Spielen an, geben entsprechende Kommandos, sorgen für genügend Wasser während den Spielpausen und belohnen die Hunde mit Leckerli. Toll sei es, einen Familienhund zu haben, finden alle drei unisono. «Django ist wie ein Freund für mich, das ist so cool», sagt Isabelle.

Beim nächsten Spiel ist Stärke gefragt. Mit einem Stock sollen Mädchen und Hunde Seilziehen spielen. Je nach Hundegrösse fällt die Unterstützung mehr oder minder ins Gewicht. Danach folgt ein spielerisches Apportieren mit einem grossen «Zahnknoten», einem Spielzeug aus mehrfach gedrehten und verknüpften Baumwollsträngen. Bei Nala und Django klappt das ganz gut, nur Bolonkahündin Dunja bekundet verständlicherweise Mühe, das Spielzeug zurück zu bringen: Es ist etwa gleich gross wie sie. Johanna darf sich deshalb für das Spiel einen Hund der Trainerin ausleihen. Ihre Gemma ist bestens an Kinder gewöhnt.

Hundekekse backen

Nach soviel Spielen ist es Zeit für etwas Kreatives. An andere Tagen haben die Kursteilnehmer bereits T-Shirts bemalt und Freundschaftsketten gebastelt. Heute backt Alexandra Lehmann Hundekekse mit ihnen. Eifrig hacken die Mädchen Peterli, raffeln Äpfel, wägen Haferflocken ab und öffnen Dosen mit Thunfisch. Zwischendurch schiebt sich ein Hundekopf mit erwartungsvoll glänzenden Augen Richtung Schüssel. Doch die Vierbeiner müssen sich noch etwas gedulden, bis die Plätzchen ausgestochen und im Ofen gebacken sind. Die Mädchen werkeln vor sich hin und erzählen dabei allerlei. Etwa, was sie im Kurs bereits gelernt hätten. Alina übte mit Nala Pfötchen geben oder wie der Labradador mit seiner Nase ihre Hand anstubst. Sie habe aber auch einige Tips erhalten, berichtet sie. «Ich weiss jetzt zum Beispiel, wie ich Nala besser motivieren kann.»

Am Nachmittag entflieht die Gruppe der brütenden Hitze und begibt sich auf einen Spaziergang durch das Bachbett. Abends fallen sowohl Hund als auch Kind erschöpft und zufrieden ins (Hunde-)bett.

Unter https://ferienplausch.feriennet.projuventute.ch können noch einzelne freie Plätze für den Kurs «Ferientage mit dem eigenen Hund» gebucht werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 20.07.2018, 16:54 Uhr

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