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Im Trauercafé über den Verlust sprechen

Trauernde wollen Aussenstehende oft nicht mit ihrem Schmerz belasten. Im Trauercafé der reformierten Kirche Stäfa bietet sich ihnen ein Ort, um sich auszutauschen.

Andrea Baumann
Die Reformierte Kirche Stäfa bietet seit letztem Frühling die Veranstaltung «Trauercafé» an.
Die Reformierte Kirche Stäfa bietet seit letztem Frühling die Veranstaltung «Trauercafé» an.
Archiv Andreas Fässler

«Ja, genau so ist es», sagt Anna Graf*, blickt vor sich hin und schweigt nachdenklich. Eben hat sie von Monika Götte, reformierte Pfarrerin von Stäfa, einen Psalm vorgelesen bekommen. «Ich bin gekrümmt und tief gebeugt, den ganzen Tag geh‘ ich traurig einher.»

Es ist ein sonniger Donnerstagnachmittag. Kinder spielen auf dem Stäfner Kirchbühl, und fast schon glaubt man, die Blütenknospen an den Bäumen durchbrechen zu hören. Die Wärme, das Lachen, das Leben von draussen: Sie stehen im Kontrast zu dem, um das es drinnen im Kirchgemeindehaus geht. Das ist das Trauern, der Schmerz eines Abschieds, das Alleinsein mit aufwühlenden Gefühlen. Trauercafé nennt sich die Veranstaltung, zu der die Reformierte Kirche seit letztem Frühling ebenda einlädt.

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