Stäfa

«Wir konnten früh sagen: Das kommt gut»

Kurt Zollinger ist OK-Präsident der Expo Stäfa 2018. Im Interview erklärt der pensionierte Bauingenieur wie er in einem Monat 30'000 Besucher an die Gewerbeausstellung im Frohberg locken will.

OK-Präsident Kurt Zollinger ist mit dem Stand der Expo-Vorbereitungen zufrieden.

OK-Präsident Kurt Zollinger ist mit dem Stand der Expo-Vorbereitungen zufrieden. Bild: Michael Trost

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In fünf Wochen wird die Expo Stäfa eröffnet. Wie läuft es?
Kurt Zollinger: Das Gerüst der Expo­ steht längstens. Jetzt gibt es noch kleine Retuschen: ein Programmpunkt, der rauskippt, ein ande­rer, der stattdessen reinkommt. Dann geht es auch um die Kostenfrage, die wir im Griff haben müssen. Es sind sehr viele Details, die noch zu klären sind. Ich erhalte täglich 150 Mails und ebenso viele Anrufe. Aber alles­ in allem sind wir auf einem sehr guten Weg, da bin ich positiv überrascht.

Warum überrascht Sie das?
Als ich vor circa zwei Jahren ange­fangen habe, fragte ich mich, ob wohl die Industrie und das Gewerbe­ so mitmachen würden, wie ich es mir vorstellte. Unternehmen schrecken vermehrt vor einer Expo zurück, weil ihnen Kosten und Aufwand zu hoch sind. Ein prominentes Beispiel ist Nick Hayek, der sich von der Uhren­messe Basel zurück­ge­zogen hat. Wir mussten uns also etwas einfallen lassen und entschieden uns für einen Frühbucherrabatt von 5 Prozent. Das ist nicht besonders viel, aber wohl eine Erklärung, dass wir aufgrund der Zusagen relativ früh sagen­ konnten: Das kommt gut.

Sie rechnen mit 210 bis 220 Ausstellern. Das ist für Stäfa ein neuer Rekord. Im Vergleich dazu war die Meil­expo mit gut 100 klein. Was machen Sie anders?
Wir stehen nicht in Konkurrenz mit Meilen oder früheren Expos. Aber wir scheuen uns nicht, auch auswärtige Anmeldungen ent­gegenzunehmen. Darum haben­ wir die Ausschreibung brei­ter gestreut als früher.

«Die Expo Stäfa wird keine Politveranstaltung.»
Kurt Zollinger, OK-Präsident

Wie machen Sie die Expo gewerbefernen Leuten schmackhaft?
Mir ist es egal, weshalb die ­Leute auf den Frohberg kommen, Haupt­sache, sie kommen. Die meisten Besucher kommen bestimmt wegen dem Gewerbe, das sehr viel zu bieten hat. Es steht ja auch im Mittelpunkt der Expo. Andere kommen vielleicht wegen den vielen Attraktionen – dem Super Puma Display, der Rega, dem Kranballett oder der Blaulichtorganisation. Zudem kann man für wenig Geld 10 bis 15 Minuten mit dem Heli herumfliegen.

Die Rega verlegt für einen Tag ihren Stützpunkt von Dübendorf nach Stäfa. Wie kam es dazu?
Eines unserer OK-Mitglieder ver­fügt über die entsprechenden Kontakte, deswegen wird dies möglich. Es handelt sich dabei um eine einmalige Sache.

Das OK umfasst zwanzig Personen, darunter Ständerat Daniel Jositsch. Warum ist es so gross?
Das hat sich so ergeben, weil ich für jedes Ressort einen Stellvertreter wollte. Es ist auch nicht so, dass alle immer an allen Sitzungen dabei sind. Für Daniel Jositsch waren viele fakultativ. Aber wir haben uns ein paar Mal im klei­neren Kreis ausgetauscht. Es war von Anfang an klar, dass er keine Knochenarbeit machen wird. Er ist als Repräsentant und als Podi­ums­teilnehmer für uns tätig.

Sie sind selber in der SVP, das Gewerbe steht traditionell der SVP nahe, und der ehemalige SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hält zwei Vorträge. Wird die Expo Stäfa zur Parteiveranstaltung?
Nein, das will ich auf gar keinen Fall. Die Expo wird keine Politveranstaltung. Die Politik findet lediglich an den Ständen der Orts­parteien statt. Christoph Mörgeli hält zwei Referate zum 150-Jahr-Jubiläum des Gewerbevereins Stäfa. Aber er tritt als Historiker und nicht als Politiker auf. Das haben wir ganz klar festgelegt, nicht nur mit ihm.

Welches ist für Sie der Pro­gramm­höhepunkt an der diesjährigen Expo?
Das sind für mich ganz klar die Aus­steller. Sie stehen im Mittelpunkt. Dann feiert der Gewerbeverein sein 150-Jahr-Jubiläum. Diesem Jubiläum ist mit «Miis Stäfä» ein spezielles Zelt gewidmet. Das wird ein Treffpunkt mit verschiedenen lokalen Vertretern, Vorführungen und Podien, die mit Stäfa etwas zu tun haben.

Im Gegensatz zur letzten Expo Stäfa 2013 verzichten Sie auf einen Gastkanton. Wie sieht es mit der Tombola aus?
Unser diesjähriger Gast ist das einheimische Gewerbe! Zum Gewerbevereins-Jubiläum verlosen wir 150 Preise im Wert zwischen 50 und 500 Franken. Als Hauptpreis gibt es ein Auto im Wert von 27 000 Franken zu gewinnen. Hinzu kommen 400 Trostpreise. Die Migros Stäfa backt dazu Expo-Zöpfe. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.10.2018, 08:25 Uhr

Expo Stäfa 2018

Vier Tage Ausstellung und Events

Die Expo Stäfa wird am Donnerstag, 8. November, eröffnet und dauert bis Sonntag, 11. November. Die Ausstellung findet unter dem Motto «Entdecken, erleben­, geniessen» in der Mehrzweckhalle Frohberg in fünf Zelten­ statt, wobei in einem die Festwirtschaft untergebracht ist. Der viertägige Anlass ist von diver­sen Nebenveranstaltungen begleitet: So verlegt die Rega am Samstag ihren Stützpunkt von Dübendorf auf den Frohberg. Von der gleichen Basis aus wird gleichentags auch der Super Puma starten, sofern die Wetterbedingungen es zulassen. Der in Stäfa wohnhafte Renn­fahrer Nick Heidfeld zeigt einen Formel-1-Boliden.

Das Unterhaltungsprogramm bestreiten unter anderen die Loo­nay Tunes, Rolf Raggenbass & Country Heart Band, die Alpenraudis und Schlagersängerin Sarah­ Jane. Auftritte haben auch diverse Stäfner Vereine, darun­ter die Spielgemeinschaft HMV Hom­brechtikon / MV Verena Stäfa­, die Freien Radler / Velo Trial, der Tanz­club, das Jodler-Chörli, die Jugendmusikschule und der Gospelchor.

Das Budget der Expo beläuft sich auf 740 000 Franken. Es finanziert sich aus den Mieteinnahmen der Aussteller – und zu einem «sehr grossen Anteil­» aus Sponsorengeldern. Am Grossanlass sind mehrere hundert Helfer im Einsatz. Engagiert sind praktisch alle Stäfner Vereine. Das Organisations­ko­mitee rechnet mit 30 000 Besuchern auf dem Frohberg.

www.expo-staefa.ch

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