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Wie warm das Badewasser ist, interessiert den Limnologen nicht

Eine der wichtigsten Fragen in diesem Hochsommer lautet: Wie warm ist das Wasser im Zürichsee? Übertrifft er erstmals seit langem 27 Grad? Seeforscher Thomas Posch sucht die Antworten dort, wo niemand badet: In der Tiefe des Zürichsees und in den kalten Jahreszeiten.

Thomas Posch hat gestern Vormittag in Kilchberg schon fast 25 Grad an der Oberfläche gemessen. Bis zum Wochenende hält er einen Rekordwert von 28 Grad für möglich.
Thomas Posch hat gestern Vormittag in Kilchberg schon fast 25 Grad an der Oberfläche gemessen. Bis zum Wochenende hält er einen Rekordwert von 28 Grad für möglich.
Michael Trost

Fast 25 Grad warm ist der Zürichsee. Die Badehungrigen sehnen sich nach der wohligen und doch kühlenden Wärme des Wassers. Dass die 25 Grad nur für die oberste, Handbreit dicke Schicht gelten, ist ihnen egal. Tiefer wollen sie gar nicht eintauchen. Ganz anders sehen es Limnologen, wie die Binnengewässerforscher heissen. Für sie ist die Seeoberfläche so unbedeutend, wie «letzter Schneefall: 2 Zentimeter Pulver» im Pistenbericht. Denn wie es darunter aussieht, ist wichtig für das, was oben passiert.

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