Zum Hauptinhalt springen

Wie der Borkenkäfer den Holzpreis bestimmt

Lange verhielt sich der Borkenkäfer unauffällig, doch seit drei Wochen hat er zugeschlagen und befällt die Fichten. Diese müssen gefällt werden, damit gesunde Bäume überleben können. Waldeigentümer sind alarmiert, denn das Überangebot drückt auf den ohnehin angeschlagenen Holzpreis.

Trotz Millimetergrösse kann der Borkenkäfer enormen Schaden anrichten.
Trotz Millimetergrösse kann der Borkenkäfer enormen Schaden anrichten.
Raphael Moser

Als im Januar der Sturm Burglind über die Schweiz hinwegfegte, hinterliess er eine beträchtliche Menge Holz auf den Waldböden um den Zürichsee. Förster waren bis im Mai mit Aufrüstungsarbeiten beschäftigt und belieferten Sägereien mit abgetragenen Holz.

Doch Letztere benötigen nur so viel, wie sie verwerten können. Der Rest bleibt an den Waldstrassen liegen, der Preis sinkt.Nun kommt eine neue Bedrohung hinzu: der Borkenkäfer. Er befällt Fichten (auch Rottannen genannt), die circa 40 Prozent des Waldanteils der Region Zürichsee und bis zu 65 Prozent in den Voralpen ausmachen. Gäbe es den Borkenkäfer nicht, liessen die Waldeigentümer die Bäume ein bis zwei Jahre ruhen, damit sie sich erholen können. Wegen des Käfers müssen kranke Fichten aber zwangsweise abgeholzt werden. Der Grund: Der Schädling fliegt sonst auf gesunde Bäume über und befällt auch diese.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.