Stäfa

Wenn sie auftreten, dann «fägt» es

Der Stäfner Chor M-Project hat im vollen Gemeindesaal Obstgarten demonstriert, was er drauf hat. Mit seinem Programm «The Spirit of Music»tritt er am 25. November auch in Männedorf auf.

Schwarz gewandet mit bunten Accessoires füllte der Chor M-Project mit seinem Klangvolumen den Stäfner Obstgarten-Saal.

Schwarz gewandet mit bunten Accessoires füllte der Chor M-Project mit seinem Klangvolumen den Stäfner Obstgarten-Saal. Bild: Michael Trost

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Ihnen gehört der Pop und Rock. Um ihrer Freude am Singen und an einem mitreissenden Sound freien Lauf zu lassen und ein abendfüllendes Programm einzustudieren, treffen sich 45 Frauen und Männer jeweils ab Januar im Forum Kirchbühl. Sie gehören zu M-Project, dem musikalischen Erwachsenenprojekt, das 2004 ins Leben gerufen worden ist.

Der mittlerweile eigenständige Verein wird weiterhin von der Reformierten Kirchgemeinde Stäfa unterstützt. Er hat eine Präsidentin, Romi Bleuler, kommt jedoch ohne musikalischen Leiter aus. Auch die dazugehörende fünfköpfige Band musiziert ohne Diri­gent. Diese Aufgaben übernimmt der Laienchor gleich selber, und dass das hervorragend klappt, davon konnte das Publi­kum sich im vollen Gemeindesaal Obstgarten in Stäfa am Sonntag überzeugen.

Eine Augenweide

Schon mit dem ersten Titel von Shocking Blue, dem Rocksong «Venus» mit seinem legendären Refrain «She’s got it», hatte der Chor das Publikum, in dem erstaunlich viele junge Menschen sassen, auf seiner Seite. Da konnte niemand mehr an sich halten; das Lied riss einen einfach mit, und würde man nicht sitzen, man hätte gleich losgetanzt. Dazu spielte die Band, dass es nur so fegte.

Auch optisch stimmte der Auftritt der Sängerinnen und Sänger, die mit ihren festlichen Outfits dem Konzert zu seinem Show­effekt verhalfen. Alle trugen festliches Schwarz, mit Glitzer, Pailletten und farbigen Akzenten in Form von Schals, Mäschchen, Blumenbroschen und Gürtel.

Nicht nur leuchteten die stimmigen Lichtkegel der Spots in allen­ Farben, es waren vielmehr die strahlenden Gesichter und funkelnden Augen der Chormitglieder, die ein wahres Leuchten vor der schwarzen Bühne zustande brachten.

Jeder mit seinem Mikrofon

Der Chor überliess immer wieder einem Mitglied aus den Reihen den Einzelauftritt am Stabmikrofon vorne. Wobei zu erwähnen wäre, dass eigentlich jedes Chormitglied sein eigenes Mikrofon in der Hand hielt, was das ungeheure Klangvolumen erzeugte. Hansjörg Fluck, wohl einer der Ältesten unter den Sängern, übernahm das Solo in Roy Orbisons «You got it», während Wolfgang Gollwitzer und Romi Bleuler das «Don’t Go Breaking my Heart» von Elton John und Kiki Dee intonierten. Mit ihrer starken Stimme rückte Bleuler ihren Partner etwas in den Hintergrund, was ihr, wie es den Anschein hatte, nicht so ganz geheuer war. Ohne Fingerschnipsen ging Ray Charles’ «Hit the Road Jack» nicht, sodass Chor und Band von den Zuhörern schnipsend unterstützt wurden.

Dass jeder und jede bei M-Project willkommen ist, offenbarte Roland Bommeli dem Publi­kum gleich an seinem Beispiel: Der Stäfner sei nach dem letztjährigen Auftritt des Chors von dessen Performance so begeistert gewesen, dass er seit Anfang Jahr mitsingt. Ohne vorher je gesungen zu haben.

Weiteres Konzert: Samstag, 25. November, um 20 Uhr im Gemeindesaal Zentrum Leue in Männedorf. Eintritt frei. www.m-project.ch. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.11.2017, 16:05 Uhr

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