Erlenbach

Für ihn hat die Mondlandung nie stattgefunden

Andreas Märki hat ein Buch über die Mondlandung geschrieben. Für den Erlenbacher war die Mission Apollo 11 ein Fake.

Buchautor Andreas Märki hat seine ganz eigenen Theorien zur Mondlandung.

Buchautor Andreas Märki hat seine ganz eigenen Theorien zur Mondlandung. Bild: Frank Speidel

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Mond hat offenbar eine magische Anziehungskraft. Rund 60 Personen sind nämlich am Dienstagabend in die Bibliothek Erlenbach gekommen, um den Ausführungen von Andreas Märki zuzuhören. Er präsentierte sein Buch mit dem Titel «50 Jahre Apollo 11 Mond-(F)lüge». Darin bezweifelt der Erlenbacher, dass im Juli 1969 die Astronauten von Apollo 11 auf dem Mond gewesen sind. Die USA und die Nasa hätten die Weltöffentlichkeit hinters Licht geführt, glaubt er.

Zu Beginn seines Referats visualisiert Märki mit einem Filzstift, wie eine Mondmission wie Apollo 11 vor sich geht. Der Filzstift symbolisiert die Saturn-V-Rakete. Diese schoss die Astronauten aus der Erdatmosphäre. Dass es die Rakete gibt und dass diese abgehoben war – daran zweifelt auch Märki nicht. Bis zum Mond seien die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins aber nicht geflogen. «Sie hielten sich immer unterhalb von einer Höhe von 500 Kilometern auf.»

«Landung» auf der Forch

Was nach dem Raketenstart geschah, ist für Märki in der offiziellen Version eine Fälschung. Die Fotos, welche die Astronauten auf der Mondoberfläche machten, seien inszeniert. «Sie hatten die Kameras an der Brust befestigt», sagt Märki. «Die Bildkompositionen sind zu perfekt, da wird jeder Fotograf neidisch.» Um solche Bilder zu schiessen, müsse man die Kamera in der Hand halten und den Auslöser drücken. Dies war für die Astronauten wegen der dicken Handschuhe und dem ungelenken Raumanzug nicht möglich.

«Die Bildkompositionen sind zu perfekt, da wird jeder Fotograf neidisch.»Andreas Märki, Buchautor

Um sein Buch zu schreiben, hat sich der 64-Jährige früher pensionieren lassen. 20 Jahre hat er in der Raumfahrtindustrie gearbeitet. Seit zehn Jahren beschäftigt Märki sich mit dem Thema Apollo 11. «Ausgelöst wurde das Interesse durch die Lektüre eines Buches, das mir ein Arbeitskollege gegeben hatte», sagt Märki.

Das Interesse am Thema liess ihn zehn Jahre später denn auch zum Sportplatz Looren auf der Forch fahren. Dort hat er die Szene mit der Mondlandefähre nachgestellt. Seine «Forchlandung» zeigt er auf einem einem Foto. Eine Leiter stellt darauf die Kapsel dar. Daneben steht eine Person, sie steht für den Astronauten. Sein Nachbau zeige, dass auf den Fotos der Nasa der Horizont zu tief sei. «Das Bild wurde wohl in einem Studio aufgenommen.»

Zweifel am 11. September

Auch das sogenannte Rendezvous von Apollo 11 wirkt für Märki unglaubwürdig: Das ist der heikle Moment, in dem die Mondlandefähre nach der Rückkehr vom Erdtrabanten wieder am Raumschiff andockt. «Das ist viel zu schnell und mühelos geschehen», sagt Märki. In späteren Missionen hätten solche Manöver viel länger gedauert.

«Das ist viel zu schnell und mühelos geschehen.»Andreas Märki zum Einsturz des World Trade Center 7

Märki spricht nicht von einer Verschwörung: Er nennt das Ganze einen Fake, eine Fälschung. Offizielle Versionen der USA hinterfragt er auch in anderen Fällen. So zeigt er am Dienstagabend vier Videos, die ein paar Stunden nach den Anschlägen vom 11. September gemacht wurden. Sie zeigen den Einsturz des World Trade Center 7, einem benachbarten Gebäude des World Trade Centers. Hier sei wohl nachgeholfen worden, glaubt Märki. «Das ist ganz klar eine Sprengung», murmelt jemand im Publikum.

Nicht einer Meinung

Ein grosser Teil der Anwesenden ist sich aber nicht einig mit ETH-Ingenieur Märki. «In Studioaufnahmen wären mindestens zwanzig Leute eingeweiht gewesen», sagt ein Votant während der anschliessenden Diskussion. «Dass danach sämtliche Beteiligte während Jahrzehnten schwiegen, erscheint mir sehr unglaubwürdig.»

Auch das Schweigen der Russen nach Apollo 11 spreche für die Wahrhaftigkeit der US-Version, meint ein weiterer Herr aus dem Publikum: «Woher die Funksignale der Astronauten kamen, konnte gemessen werden. Hätten die Russen eine Fälschung erkannt, wären sie damit garantiert an die Öffentlichkeit gegangen.»

Ein weiterer Redner lobt die Veranstalter: «Ich finde es gut, dass es in der Bibliothek Erlenbach auch Platz hat für Leute wie Andreas Märki.» Häufig erlebe er dies anders, erwidert der Buchautor. So wurde er etwa auf Wikipedia gesperrt, nachdem er dort offizielle Versionen zur Apollo-Mission angezweifelt hat. Wissenschaftler unterhielten sich oft gar nicht erst mit ihm, sie wendeten sich ab, wenn er sie an Tagungen anspreche, bedauert Märki. «Wegen meinen Ansichten zur Mondlandung werde ich oft ignoriert.»

Erstellt: 11.09.2019, 16:06 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles