Stäfa

Wachsender Bedarf an Schulraum setzt Stäfa unter Zeitdruck

Die Abklärungen zum künftigen Raumbedarf der Schule Stäfa erweisen sich als komplexer als erwartet. Der Gemeinderat hat das Kostendach für die Projektarbeit auf das Vierfache erhöht, um schneller Ergebnisse zu erhalten.

In der Schulanlage Obstgarten hat Stäfa noch Raumreserven. Aber die reichen voraussichtlich nicht bis 2030.

In der Schulanlage Obstgarten hat Stäfa noch Raumreserven. Aber die reichen voraussichtlich nicht bis 2030. Bild: Manuela Matt

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Die Zeit drängt. Um die Planung des Schulraumbedarfs zu beschleunigen, hat der Gemeinderat Stäfa mehr Geld bewilligt. Vor einem Jahr sah es noch so aus, dass 50 000 Franken genügen sollten. Jetzt teilte die Behörde mit, dass sie das Kostendach auf 200 000 Franken erhöht hat. Denn die Aufgabe ist grösser geworden. «Wir haben gesehen, dass wir mehr Grundlagen brauchen», erklärt Hochbauvorsteher Andreas Utz (GLP) auf Anfrage.«Wir hatten die Komplexität der Sache nicht so hoch eingeschätzt, wie sie sich jetzt präsentiert», sagt er.

Letztes Jahr sei es lediglich darum gegangen, die Annahmen für die Schulraumplanung 2030 zu verifizieren und diese Planung zu strukturieren. Mit der Erhöung des Kostendachs werde es möglich, in der ersten Phase überprüfte Defizite bereits konkret anzugehen. Dazu brauche es umfassendere Planungsarbeiten. Zusätzlich müsse die Gemeinde mehr externe Fachleute beiziehen, um die dazugekommenen Arbeiten termingerecht abschliessen zu können.

Auf 2019 bereit

Die Behörde will die Übersicht über die langfristige Planung möglichst bald haben, damit sie die nächsten Massnahmen bereits darauf abstimmen kann. Denn diese Sofortmassnahmen sollen schon auf den Schuljahreswechsel 2019 hin greifen. Der Grund: Die Schulpflege beurteilt die Platzverhältnisse im Schulhaus Kirchbühl Nord als eng und sieht dringenden Handlungsbedarf. In der Schulanlage Obstgarten sind anderseits noch Raumreserven vorhanden, darum wäre eine Verlegung von Klassen sinnvoll. Die Schulbehörde möchte ab dem Schuljahr 2019/20 zwei Kindergärten und die Psychomotorik im Obstgarten unterbringen, um auf dem Kirchbühl Platz zu gewinnen.

Schwimmbecken soll folgen

Die Planungs- und Umsetzungskredite für diese Veränderungen will der Gemeinderat möglichst schon der Gemeindeversammlung vom kommenden 18. Juni vorlegen. Es geht vorerst um bauliche Anpassungen in den Schulhäusern auf dem Kirchbühl und im Obstgarten sowie um einen Spielplatz für die künftigen Kindergärten im Obstgarten.

Gleichzeitig soll aber die Planung für die ganze Schule weiter entwickelt werden. Stichworte sind unter anderem der Standort für ein neu zu bauendes Schulhaus Zentrum für zehn Klassen und Betreuungsräume (Mikado) im Moritzberg in Ürikon. Hochbauvorsteher Utz erwähnt das Thema Lehrschwimmbecken: Das bisher benützte Becken in Redlikon, das der Stadt Zürich gehört, steht ab 2022 nicht mehr zur Verfügung. Die umliegenden Hallenbäder sind ausgelastet. Die Seegemeinde Stäfa muss sich also Ersatz für das Schwimmbecken in Redlikon überlegen.

Auf Jahrzehnte voraussagen lassen sich die Schülerzahlen nicht mit Sicherheit. Die Schulpflege geht aufgrund von Statistikdaten davon aus, dass Stäfa und Ürikon im Jahr 2030 zusammen 16 455 Einwohner zählen werden; Ende 2017 waren es 14 389. Das würde für 2030 zusätzliche zehn Klassen ausmachen. Was nicht nur zehn einfache Klassenzimmer mehr bedeutet, sondern auch einen Gruppenraum pro Unterrichtszimmer, einen Forscherraum und ein Fachklassenzimmer für jede Primarschuleinheit und weitere Spezialräume.

Mehr Betreuungsplätze

Auch wenn sich die genauen Zahlen erst im Verlauf des Planungszeitraums ergeben werden, ist die Richtung der Entwicklung klar. Besonders stark steigen dürfte in Stäfa der Platzbedarf für die schulergänzende Betreuung (Mittagstisch und Betreuung in Randstunden). Das gehe, so erklärt Utz, aus den bereits erfolgten Abklärungen klar hervor.

Erstellt: 05.03.2018, 16:19 Uhr

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