Stäfa

Von London nach Ulan-Bator mit Zwischenstopp in Stäfa

Die Teilnehmer der Mongol Rally fahren 20 000 Kilometer von London nach Ulan-Bator. Zwei der Fahrer hielten am Mittwoch auf dem Parkplatz des Restaurants Rössli in Stäfa und sammelten Geld für einen wohltätigen Zweck. Interessierten gaben sie Einblick in ihre Reise.

Mit diesem Auto werden Allie Vaandering und Freddie Svensson die Reise in die Mongolei bestreiten.

Mit diesem Auto werden Allie Vaandering und Freddie Svensson die Reise in die Mongolei bestreiten. Bild: Michael Trost

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Man setzt sich in ein altes Auto. Von London aus fährt man 20 000 Kilometer durch die verschiedensten Länder, Gebirge, Wüsten und Steppen, bis man in Ulan-Bator, Hauptstadt der Mongolei, ankommt. Die ganze Reise nennt sich dann Mongol Rally. Die Regeln sind simpel: Genutzt wird ein Auto, das weniger als 2000 Franken gekostet hat. Es gibt kein GPS und keine fixe ­Route. Es gilt, sich ganz alleine durchzuschlagen. Ziel ist es, möglichst viel Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln.

Start der Mongol Rally in London. Video: Youtube

Am Mittwoch legten zwei der Fahrer in Stäfa beim Parkplatz des Gas­t­hofs Rössli einen Zwischenstopp ein und sammelten mit einem Fest für die Stäfner Bevölkerung Geld für eine Schule in Nepal. Die beiden 29-jährigen Fahrer sind Freddie Svensson aus Schwe­den und seine Freundin Allie Vaan­dering aus den USA. Die Wahl des wohltätigen Projektes war schnell getroffen. So reisten sie im letzten Jahr durch Südasien und waren gerade in Nepal, als das grosse Erdbeben losging. Nun wollen sie dem Land etwas zurückgeben.

Doch was führt die beiden ­Fahrer nun nach Stäfa? Unter der Flagge des US-Unternehmens RestorFX machten sie sich auf den Weg in die Mongolei. Der Fahrzeuglackierungsspezialist und Sponsor des Teams bietet seine Dienste seit Anfang des Jahres über die Firma Swiss Detailing in Stäfa an. Die zwei Fahrer sammeln Spendengelder und machen gleichzeitig Werbung.

Zigaretten zur Bestechung

Beim Mongol Rally gehe es dar­um, schreibt der Veranstalter auf der Webseite, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, welches das ganze Gesicht erhellt, die Ziellinie zu passieren. «Weder dein Auto noch du selbst werden je wieder dieselben sein», heisst es weiter.

An lange Autoreisen sind sich Vaandering und Svensson gewöhnt. «Wir sind hauptberuf­liche Globetrotter und reisen durch die Welt», sagt Freddie Svensson. Ein bisschen unwohl wird es ihm trotzdem, wenn er an die Grenzkontrollen denkt. «Da kann so vieles schief gehen», sagt er. Darum hätten sie viele Zigaretten gekauft, um zur Not ein Mittel der Bestechung zu haben.

Am 10. Juli traten sie mit ihrem schwarzen Fahrzeug mit 72 Pferdestärken, dafür ohne Klima­anlage ihre Reise an und werden, wenn alles nach Plan verläuft, am 10. September hoffentlich mit einem breiten Grinsen das Ziel erreichen.

Erstellt: 21.07.2016, 08:05 Uhr

Nach zehn Tagen sind die beiden immer noch zuversichtlich und freuen sich auf ihr Abenteuer. (Bild: Michael Trost)

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