Männedorf

Vita-Parcours-Grüsel bekommt Geldstrafe

Ein 38-Jähriger hat sich in Männedorf exhibitionistisch betätigt. Jetzt hat ihn die Staatsanwaltschaft zu einer bedingten Geldstrafe und einer saftigen Busse verurteilt.

Ein 38-jähriger Mann hat auf dem Männedörfler Vitaparcours sein Glied entblösst – und wurde nun dafür bestraft.

Ein 38-jähriger Mann hat auf dem Männedörfler Vitaparcours sein Glied entblösst – und wurde nun dafür bestraft. Bild: Keystone

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Der Vita-Parcours Männedorf wird offenbar rege genutzt. Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Doch nicht immer sind es nur Sportbegeisterte, die sich dort tummeln. Das zeigt ein Fall, der kürzlich per Strafbefehl abgeschlossen wurde.

Ein 38-Jähriger bewegte sich in und um den Wald oberhalb von Männedorf in der Absicht sich exhibitionistisch zu betätigen. Im April und Juni 2018 belästigte der Portugiese zwei ihm unbekannte Frauen. Im ersten Fall setzte er sich auf eine Bank und beobachtete eine Sportlerin. Nach einer Weile öffnete er seine Hose, nahm sein Glied in die Hand und begann zu masturbieren. Dadurch habe sich die Frau belästigt gefühlt, wie es die Staatsanwaltschaft ausführt. Zu weiteren Straftaten kam es an diesem Tag nicht mehr.

«He is a little big»

Doch keine zwei Monate später spazierte der Beschuldigte auf dem Lönerenweg Richtung Appisbergstrasse, unterhalb des Waldes. Dabei genoss er die frische Luft etwas gar überschwänglich — mit offener Hose und entblösstem Penis. Eine Joggerin rannte an ihm vorbei und bemerkte das herausragenden Glied. Auf englisch machte sie ihn darauf aufmerksam. Der Beschuldigte, offenbar des Englischen etwas mächtig, antwortete frech: «He is a little big». Kurz ging er der schockierten Joggerin noch nach. Dann entfernte er sich vom Tatort. Ob mit geschlossenem oder offenem Hosenstall ist nicht bekannt.

Zu Ende ist die Geschichte damit noch nicht. Die Frauen haben den Exhibitionisten angezeigt. Der Staatsanwaltschaft See/Oberland ist es egal, wie gross der Penis des Mannes ist. Sie verurteilt ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 60 mal 80 Franken. Die Probezeit läuft zwei Jahre lang, was dem Minimum entspricht. Das deutet darauf hin, dass der Mann früher noch nicht als Grüsel auffällig geworden ist. Zusätzlich muss er eine Busse von 900 Franken zahlen.

Grosses Damoklesschwert

Und es wird noch teurer: Eine bedingte Vorstrafe, wenn auch zu einem ganz anderen Thema, wird widerrufen. Diese hatte sich der Portugiese einen Monat vor dem ersten Vorfall eingefangen. Verhängt wurden die 10 mal 90 Franken wegen einer groben Verletzung der Verkehrsregeln. Die Vorstrafe wird widerrufen, weil die Taten sehr offensichtlich innerhalb der zweijährigen Probezeit verübt wurden. Den Beschuldigten hat die Vorstrafe offenbar nicht abgeschreckt. Ganze 1800 Franken kosten die zwei exhibitionistischen Handlungen den Mann also.

Sollte er sich in den nächsten zwei Jahren weitere Straftaten zuschulde kommen lassen, steht die Zahlung von 4800 Franken im Raum. Die Joggerinnen und Benützerinnen des Vita-Parcours Männedorf würden es sicher begrüssen, wenn dieses Damoklesschwert den 38-Jährigen dazu bringt, sein Glied da zu lassen wo es hingehört.

Erstellt: 19.12.2018, 17:26 Uhr

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