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Viele Frauen treten nicht wieder an

In drei Monaten finden im Bezirk Meilen Behördenwahlen statt. Die Einreichefristen für die Kandidaten sind in bestimmten Gemeinden bereits abgelaufen, in anderen dauern sie noch bis Mitte Februar. Schon jetzt zeichnet sich ab: Überproportional viele Frauen stehen nicht mehr zur Verfügung.

Eine der prominenten Gemeindepolitikerinnen, die im Frühling nicht mehr antritt: Die Zolliker Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz (FDP).
Eine der prominenten Gemeindepolitikerinnen, die im Frühling nicht mehr antritt: Die Zolliker Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz (FDP).
Archiv Reto Schneider

Seit Ende Dezember haben sämtliche Gemeinden im Bezirk ihre Wahlanordnungen veröffentlicht. Sie sind ein unübersehbares Zeichen dafür, dass die Behördenwahlen näher rücken: Am 22. April wird in 10 Gemeinden des Bezirks gewählt. In Herrliberg sind die Stimmbürger eine Woche früher, am 15. April, an die Urne gerufen.

Von Wahlkampf kann drei Monate vor dem Termin noch keine Rede sein. Ein Teil der Kandidaten ist zwar von seinen Parteien bereits im Herbst zur Wahl- beziehungsweise Wiederwahl vorgeschlagen worden, die offiziellen Meldefristen laufen aber erst in diesen Wochen ab. Den Anfang machte Meilen, wo Kandidaten sich bis am 17. Januar melden mussten. In Herrliberg hingegen bleibt ihnen Zeit bis zum 15. Februar.

Grössere Veränderungen

Ein erster Überblick lässt sich für die wichtigste Behörde, die Gemeinderäte, trotzdem erstellen. Die grössten Veränderungen zeichnen sich in Hombrechtikon ab. Dort treten mit Karin Reichling (FDP), Jeannette Honegger (SVP), Monika Graf (SVP) und Tino Ponato (SVP) gleich vier von sieben Mitglieder des Gemeinderats nicht mehr an. Auch in Herrliberg kommt es zu einer grösseren Erneuerung: Drei von sieben Mitgliedern kandidieren nicht erneut. Neben Ernst Frei (SVP) und Reto Furrer (FDP) tritt auch Gemeindepräsident Walter Wittmer (Gemeindeverein) nicht erneut an.

In Küsnacht und Meilen wird sich die Behörde voraussichtlich um einen Drittel erneuern. In Küsnacht treten Ursula Gross Leemann (FDP), Arnold Reithaar (SVP) und Gerhard Fritschi (SP) nicht erneut an. In Meilen verzichten Beatrix Frey-Eigenmann (FDP), Rolf Walther (parteilos) und Beat Hodel (parteilos) auf eine weitetere Legislatur.

Gemeindepräsidentin geht

In allen anderen Gemeinden kommt es laut heutigem Stand zu weniger Wechseln. In Männedorf treten mit Heidi Burkhardt (GLP) und Rolf Eberli (CVP) zwei aktuelle Gemeinderäte nicht erneut zur Wahl an. Für Erlenbach ist der Verzicht von Martin Rübel (FDP) und Daniel Westermann (SVP) bekannt. Ebenfalls zwei Vakanzen sind bislang für Oetwil und Zollikon vermeldet. Thomas Zeier und Werner Bosshard (beide SVP) treten in Oetwil nicht mehr an, Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz und Marc Raggenbass (beide FDP) in Zollikon.

Die geringsten Veränderungen zeichnen sich in Zumikon, Uetikon und Stäfa ab, wo jeweils ein Nichtwiederantritt bekannt ist: Derjenige von Barbara Messmer (CVP), Manuela Lanz (FDP) und Verena Niedermann (SP).

Männeranteil über 70 Prozent

Auffallend ist, dass sich unter den nicht erneut Antretenden besonders viele Frauen befinden. Von derzeit 23 amtierenden Gemeinderätinnen treten gleich 10 nicht mehr zur Wahl an. Bei den Männern sind es gemäss aktuellem Stand 14, die sich gegen eine erneute Legislatur entschieden haben. Sie sind aber im Gegensatz zu den Frauen mit einem Anteil von über 70 Prozent deutlich besser vertreten.

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