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Uralte Bäume weichen moderner Seewasseranlage

Ein Energieversorger plant am Meilemer Seeufer einen unterirdischen Bau für die Glace- und Biskuitherstellerin Midor. Diese will Seewasser nutzen, um Strom zu sparen. Bevor die Arbeiten losgehen, werden die kranken Pappeln am See gefällt.

Als die Bäume noch klein waren: Das Foto zeigt Meilen in den 1930er-Jahren. Das Haus links ist mittlerweile verschwunden – heute befindet sich hier die Zufahrt zum Fährensteg.
Als die Bäume noch klein waren: Das Foto zeigt Meilen in den 1930er-Jahren. Das Haus links ist mittlerweile verschwunden – heute befindet sich hier die Zufahrt zum Fährensteg.
zvg/Gemeinde Meilen

Der Zürichsee ist ein gewaltiger Kälte- und Wärmespeicher. Dies machen sich Unternehmen, die viel Energie verbrauchen, zunehmend zunutze. Jüngstes Beispiel ist die Midor AG in Meilen, die Glace und Biskuits herstellt und für ihre Produktion einen grossen Kältebedarf hat.

Die Midor und das Unter­nehmen Energie 360° planen gemein­sam ein Projekt, um den Stromverbrauch der Produktionsstätte zu drosseln. So soll künftig Wasser vom Zürichsee zur Midor gepumpt werden, die hinter dem Bahnhof Meilen liegt. Das Wasser nimmt dort Abwärme­ auf und wird zurück in den See geleitet. «Durch dieses Verfahren reduziert die Midor ihren Stromverbrauch um 10 Prozent und den Trinkwas­serverbrauch um 20 Prozent», sagt Melanie Frei, Projektleiterin Kommunikation der Energie 360° AG, auf Anfrage. Das Unternehmen befindet sich zu 96 Prozent in Besitz der Stadt Zürich. Kleinstbeteiligungen halten über­dies diverse Gemeinden. Am Zürichsee sind dies nebst Mei­len die Gemeinden Stäfa, Männe­dorf, Uetikon, Herrliberg und Erlenbach.

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