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Unterwegs mit Muskelkraft statt mit Motoren

Am Sonntag findet der Slow Up am Zürichsee statt. Die autofreie Strasse zwischen Meilen und Schmerikon wird dann von rund 30'000 Besuchern mit Velos, Inlines, Einrädern und Skateboards befahren.

Gross und Klein werden am Sonntag auf der Seestrasse von Meilen via Rapperswil nach Schmerikon radeln.
Gross und Klein werden am Sonntag auf der Seestrasse von Meilen via Rapperswil nach Schmerikon radeln.
Archivfoto: André Springer

Bahn frei für den Langsamverkehr — bald wird an den Ufern des Zürichsees wieder gerollt, gelaufen, pedalt und flaniert. Die gesamte Strecke von Meilen via Seestrasse über Rapperswil-Jona bis Schmerikon wird am Sonntag, 23. September für den traditionellen Slow Up — autofreien Erlebnisstag — vom motorisierten Verkehr befreit. Von 9 bis 18 Uhr muss die Strecke umfahren werden. Die Umleitung während des Anlasses ist signalisiert.

Die Fähren zwischen Horgen und Meilen verkehren während des Slow Ups dichter und zu vergünstigten Konditionen. Der Event selber findet von 10 bis 17 Uhr statt. Der 15. Slow Up ist ein Fest der Bewegung. Jung und Alt, Singles, Paare, Familien und Gruppen — sie alle geniessen die 28 Kilometer lange Strecke mit der malerischen Kulisse fernab der gewohnten Hektik und des Verkehrs. Auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigung bieter sich die Möglichkeit am Anlass teilzunehmen. Nebst Ladestationen zum Aufladen von Rollstuhlakkus und mietbaren Spezialfahrzeugen sind die gesamte Strecke sowie sämtliche Festplätze für Rollstühle zugänglich.

Menschlicher Töggelikasten

Wie in vergangenen Jahren haben die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den lokalen Verkehrsvereinen auch in diesem Jahr ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. Mit dem Banddurchschnitt beim Slow Up- Torbogen an der Rathausstrasse in Rapperswil-Jona wird die Route um 10 Uhr für die Teilnehmer offiziell eröffnet. Zu den Highlights der diesjährigen Ausgabe gehören der «Menschliche Töggelikasten», der bei schönem Wetter in Schmerikon steht, der Tag der offenen Tür der Feuerwehr Stäfa oder der Gottesdienst um 11 Uhr auf der Ritterwiese in Uerikon. Auch für die Kleinen gibt es einiges zu entdecken. Uetikon am See, Männedorf und Schmerikon bieten ein unterhaltsames Kinderprogramm.

Auf der ganzen Strecke finden sich für hungrige Teilnehmer zahlreiche Verpflegungsstände mit Grilladen, Pizza, Fischknusperli, Risotto und süssen Versuchungen. Musikalische Unterhaltung sorgt für Stimmung und das richtige Ambiente unterwegs und an den Festplätzen. Ausserdem locken diverse Sponsoren die Besucher mit Gewinnspielen und Aktivitäten an ihre Stände. Und sollte der fahrbare Untersatz unterwegs plötzlich schlappmachen, stehen zahlreiche Helfer für Reparaturen bereit.

Regeln braucht es trotzdem

Erfahrungsgemäss tummeln sich bei gutem Wetter am Slow Up rund 30 000 Besucher. Um grössere Zwischenfälle zu vermeiden, müssen sich die Besucher an einige Regeln halten. So empfielt der Veranstalter etwa ein Tempo von maximal 20 Stundenkilometer. Da die Route in beide Richtungen befahrbar ist, wird es auch Gegenverkehr geben. Die Teilnehmer werden darum angehalten, auf der rechten Strassenseite zu bleiben.

Ebenfalls soll genug Abstand zum Vordermann gehalten werden. Das Anhalten ist grundsätzlich nur auf dem Trottoir oder am rechten Strassenrand erlaubt. Sollte es dennoch zum einen oder anderen Zwischenfall kommen, können sich die Teilnehmer an einem der zahlreichen Samariterposten verarzten lassen.

Slow Up: Sonntag, 23. September, Meilen bis Schmerikon. Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung. Weitere Infos unter: www.slowup.ch/zuerichsee

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