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«Auf diesem Niveau will ich nicht diskutieren»

Männedorf stimmt am 22. November über die Auslagerung der Infrastruktur ab. Gemeindepräsident André Thouvenin, Werkvorstand Rolf Eberli, Gewerbevereinspräsident Giovanni Weber und RPK-Präsident Ruedi Kübler im Gespräch.

«Wenn wir bei den WAZ dabei sind, machen wir weiterhin eigene Stromtarife.»
«Wenn wir bei den WAZ dabei sind, machen wir weiterhin eigene Stromtarife.»
Reto Schneider
Rechnungsprüfungskommission«Wer glaubt, dass die kleineren Gemeinden etwas zu sagen haben, ist blauäugig.»
Rechnungsprüfungskommission«Wer glaubt, dass die kleineren Gemeinden etwas zu sagen haben, ist blauäugig.»
Reto Schneider
«Wir wollen nicht ein System, das nur auf Strom setzt, sondern einen Querverbund.»
«Wir wollen nicht ein System, das nur auf Strom setzt, sondern einen Querverbund.»
Reto Schneider
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Die Auslagerung der Werke ist ein sehr technisches Thema. Trotzdem wird sie in Männedorf heftig diskutiert. Weshalb?

André Thouvenin: Ein komplexes Geschäft ruft immer Kritiker hervor. Jeder kann sagen: Ich habe eine noch bessere Idee. Etwa, dass wir unser Werk den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) verkaufen sollen oder so etwas Abartiges. Wir haben aufzuzeigen versucht, wie umfassend und sorgfältig wir alles abgeklärt haben. Dass sich die Diskussion vor der Abstimmung zuspitzt, damit müssen wir leben.Ruedi Kübler: Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) prüft einen Vorschlag des Gemeinderats, wenn er von finanzieller Tragweite ist. In der Laufenden Rechnung schlagen die Werke mit 15 Millionen Franken zu Buche und in der Investitionsrechnung mit 4 bis 5 Millionen. Wir müssen die Vorlage also prüfen. Das haben wir nach umfangreichen Recherchen getan und kamen zum Schluss, den Stimmbürgern ein Nein zu empfehlen und zu sagen: Prüft noch andere Vorschläge. Wir sprachen nie von einem Verkauf an die EKZ. Eine solche Empfehlung würde den Prüfrahmen der Kommission sprengen.Giovanni Weber: An der Stossrichtung habe ich nichts auszusetzen, die ist korrekt. Wir müssen uns auf die Zukunft unserer Werke vorbereiten. Aber die Vorlage ist aus Sicht des Vorstands des Gewerbevereins nicht mit der notwendigen Sorgfalt vorbereitet worden. Die Reaktionen hinter den Kulissen zeigen, dass man sich nicht sicher fühlt, ob der Vorschlag das Gelbe vom Ei ist.

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