Uetikon

Kaufvertrag für Areal der Chemiefabrik liegt vor

Die Gemeinde Uetikon und der Kanton wollen das bald brachliegende Industriegebiet der Chemie Uetikon gemeinsam entwickeln.

Die Gemeinde Uetikon möchte dem Kanton Zürich 50 Prozent des rund 65'000 Quadratmeter grossen Areals der Chemischen Fabrik abkaufen.

Die Gemeinde Uetikon möchte dem Kanton Zürich 50 Prozent des rund 65'000 Quadratmeter grossen Areals der Chemischen Fabrik abkaufen. Bild: Michael Trost

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Für 26 Millionen Franken will die Gemeinde Uetikon die Hälfte des Areals der Chemischen Fabrik kaufen, auf dem unter anderem ein neues Gymnasium entstehen wird. Nun liegt der Kaufvertrag mit dem Kanton Zürich vor, der das Gelände für 52 Millionen Franken von der CPH Chemie + Papier Holding AG, dem Mutterkonzern der Chemie Uetikon (CU), erworben hat.

Der Uetiker Gemeinderat will das Angebot des Kantons, 50 Prozent des Areals zu erstehen, nutzen. Für den Kauf braucht es die Zustimmung der Uetiker Bevölkerung. Die Gemeindeversammlung stimmt aber nicht wie geplant Ende September darüber ab, sondern erst einen Monat später, am 24. Oktober. Zeitlich wäre es gemäss Auskunft der Gemeinde knapp geworden, um die Vorlage diesen Monat den Stimmberechtigten zu unterbreiten. Ausserdem sind noch Informationsveranstaltungen zum Geschäft geplant (siehe Kasten).

50 Seiten dickes Regelwerk

Der 50-seitige Kaufvertrag regelt detailliert die Verkaufsmodalitäten und die künftige Partnerschaft zwischen Kanton und Gemeinde. Diese wollen das rund 65'000 Quadratmeter grosse Industriegebiet an der Seestrasse gemeinsam entwickeln. Die Gemeinde Uetikon wird zunächst zur Hälfte Miteigentümerin. «Das hat den Vorteil, dass wir gleichberechtigt bei der Entwicklung des Areals mitreden können», sagt Gemeindepräsident Urs Mettler (parteilos).

Erst wenn die Planung abgeschlossen ist, wird die Hälfte des Areals ins alleinige Eigentum der Gemeinde Uetikon übergehen. Das wird voraussichtlich im Jahr 2021 sein. «Wir müssen somit das Gebiet nicht schon jetzt zwischen Kanton und Gemeinde aufteilen», sagt Mettler. «Für die weitere Planung wäre das nicht gut gewesen.»

Kanton und Gemeinde werden also gemeinsam die erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Areal erarbeiten. Uetikon übernimmt mit 2,1 Millionen Franken die Hälfte der Ausgaben dafür. Die Kosten für die Altlastensanierung sind darin nicht enthalten.

Uetikon behält nicht alles

Das heutige Fabrikgelände ist nicht ausschliesslich für die Kantonsschule vorgesehen. Es sind auch weitere öffentliche Einrichtungen geplant, die der Bevölkerung zugute kommen soll. Wie diese aussehen, ist noch unklar. Auch die Uetiker sollen dabei mitreden können.

Kanton und Gemeinde haben deshalb dem Projekt den Namen «Chance Uetikon» verliehen. Uetikon erhalte einen fast einen Kilometer langen öffentlichen Zugang zum Zürichsee, heisst es in der gestern verschickten Medienmitteilung der Gemeinde. Dieser erstreckt sich vom Uetiker Hafen bis hin zur Grenze zu Meilen. Vorgesehen ist unter anderem ein Seeuferweg.

Im kommunalen Richtplan hat die Gemeinde zudem vor sechs Jahren festgelegt, dass auf dem Gebiet der chemischen Fabrik dereinst eine Mischnutzung für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen möglich sein soll.

Um die Ausgaben für den Landkauf und die Projektkosten – nach heutigem Wissensstand sind es rund 33 Millionen Franken – zu decken, hat der Gemeinderat ein Finanzierungsmodell erarbeitet. Dieses sieht die Abgabe von vier Grundstücken rund um das alte Gemeindehaus im Baurcht vor. Ausserdem soll auch ein Teil des neu erworbenen Landes am See an Investoren verkauft oder ebenfalls im Baurecht abgegeben werden. Wie viel, steht noch nicht fest.

Erstellt: 01.09.2016, 18:13 Uhr

Infobox

Die Gemeindeversammlung, die über den Landkauf entscheidet, wird neu am Montag, 24. Oktober, um 20 Uhr in der Dreifachturnhalle des Schulhauses Riedwies durchgeführt. Am Sonntag, 25. September, von 14 bis 17 Uhr sowie am Montag, 26. September, von 20 bis 22 Uhr finden im Riedstegsaal Informationsveranstaltungen für die Uetiker Stimmberechtigten statt. An der Gemeindeversammlung und an der zweiten Informationsveranstaltung, nicht aber am Informationsanlass am Sonntag, sind auch Fachleute des Kantons anwesend.

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