Ürikon

Üri ist aufgetaucht – mit abgehacktem Arm

Ein ZSZ-Leser hat die Holzskulptur Üri gefunden, die von Unbekannten gestohlen worden ist. Das Kunstwerk ist beschädigt. Der Ortsverein Ürikon überlegt sich nun, die Statue an einen anderen Standort zu verlegen.

Nach der Attacke konnte sich der armamputierte Üri kaum auf den Beinen halten – er lehnte an einen Baum.

Nach der Attacke konnte sich der armamputierte Üri kaum auf den Beinen halten – er lehnte an einen Baum. Bild: zvg

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Die entwendete Holzskulptur Üri ist wieder da – allerdings hat sie die Entführung von ihrem angestammten Platz in der Nähe des Üriker Spritzenhäuschens nicht unbeschadet überstanden: Ihr wurde ein Arm abgehackt. Dem älteren Herrn aus Zedernholz, den der Künstler Richi Merk für den Ortsverein Ürikon geschaffen hat, ist es damit nicht viel besser ergangen als neulich seinem jüngeren Kollegen Koni. Dieser, ein am Boden kauernder rothaariger Knabe, wurde im April ebenfalls von Vandalen gestohlen – und geköpft aufgefunden.

Am vergangenen Wochenende haben sich nun Unbekannte an Üri zu schaffen gemacht. Weit kamen sie aber nicht mit der schweren Skulptur. Sie lehnten ihn schliesslich an einen Baum in der Nähe des Schulhauses Moritzberg. Ein ZSZ-Leser, der in der Zeitung vom Verschwinden der Figur erfahren hatte, bemerkte den ramponierten Üri und wandte sich an die Kantonspolizei.

Wieder mit Koni vereint

Andreas Rudin vom Ortsverein Ürikon ist erleichtert, dass die Statue wieder da ist. Gleichzeitig zeigt er sich resigniert darüber, dass den beiden Holzskulpturen immer wieder übel mitgespielt wird. «Wir überlegen uns nun, sie an einem anderen Ort aufzustellen, wo sie nicht so exponiert sind», sagt er. Ursprünglich hätten die beiden Figuren möglichst viele Passanten erfreuen sollen, die bei der Einmündung der Stationsstrasse in die Ritterhausstrasse vorbeikommen – das wird nun künftig wohl nicht mehr der Fall sein.

Im Moment befinden sich Üri und Koni im Hechtsaal in der Nähe des Ritterhauses. Koni ist inzwischen nicht mehr kopflos: Sympathisanten haben seine wundersame Genesung mit Spenden ermöglicht. Der Ortsverein hofft, dass sich nun auch Spender für die Reparatur von Üri finden. Glücklich wäre Andreas Rudin zudem, wenn Üris fehlender Arm wieder zum Vorschein kommen würde. Ausgeschlossen ist dies nicht: Konis Kopf tauchte nämlich wieder auf – in einem Müllcontainer.

Der Ortsverein Ürikon nimmt Hinweise zu Üris Arm per Mail entgegen: koni-uerikon@bluewin.ch (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.09.2018, 17:13 Uhr

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