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Tödlicher Bootsunfall bleibt rätselhaft

Die Untersuchung des Bootsunfalls, bei dem am Sonntag eine junge Frau ums Leben kam, liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. Diese gibt keine weiteren Informationen, wie es zum Unglück vor Feldbach kam.

Noch immer herrscht Ungewissheit über den Unfallhergang: Auf der Suche nach der vermissten Frau kamen auch Taucher und ein Helikopter zum Einsatz. Bild einer Übung des Seerettungsdienstes.
Noch immer herrscht Ungewissheit über den Unfallhergang: Auf der Suche nach der vermissten Frau kamen auch Taucher und ein Helikopter zum Einsatz. Bild einer Übung des Seerettungsdienstes.
Symbolbild, Keystone

Der erste tödliche Bootsunfall im Zürichsee seit 15 Jahren wirft viele Fragen auf. Bekannt ist, dass die 29-jährige Frau am Sonntagnachmittag vor Feldbach am Bug eines fahrenden Motorboots sass, als dieses von den Wellen eines Kursschiffes aufgeschaukelt wurde. Daraufhin stürzte sie ins Wasser, wobei sich die Frau offenbar schwere Verletzungen zuzog.

Ihr lebloser Körper konnte erst am Montagnachmittag mit einem Sonargerät geortet und aus 20 Metern Tiefe in der Kempratener Bucht zwischen Feldbach und den Inseln Ufenau und Lützelau geborgen werden.

Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt

Unterdessen hat die Kantonspolizei Zürich den Fall an die Staatsanwaltschaft See/Oberland in Uster übergeben. Von dieser waren am Dienstag auf Anfrage aber keine zusätzlichen Informationen zu erhalten. Corinne Bouvard, Mediensprecherin der Oberstaatsanwaltschaft schreibt: «Die Ermittlungen, welche durch die Staatsanwaltschaft See Oberland zusammen mit der Kantonspolizei Zürich durchgeführt werden, stehen ganz am Anfang, weshalb keine, über die von der Kantonspolizei am 21. August verbreitete Medienmitteilung hinausgehenden Auskünfte erteilt werden können.»

So bleiben viele Fragen offen, etwa wie die Frau sich die letztlich tödlichen Verletzungen zuzog, nachdem sie vom Bug ins Wasser fiel. Dabei könnte sie durch einen Schlag gegen den Kopf bewusstlos geworden oder in die Schraube des Bootes geraten sein. Auch wurden keine Angaben zum Bootstyp gemacht, wie viele Personen sich an Bord befanden, wie schnell das Boot fuhr und ob der Fahrer auch Eigentümer des Motorboots ist. Ebenfalls unbeantwortet blieb die Frage, in welche Richtung die Staatsanwaltschaft ermittelt.

ZSG-Besatzung merkte nichts von dem Vorfall

Keine Schuld am tragischen Unglück vor Feldbach anzulasten ist der Besatzung des Kursschiffes der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Dessen Wellen trafen das Motorboot, ohne dass sich die beiden Schiffe zuvor gefährlich nahe gekommen sind. Die Besatzung bemerkte auch nichts vom Vorfall, der sich wohl in einiger Entfernung schräg hinter dem Schiff ereignete.

Vom Unfall erfuhr die ZSG laut Mediensprecherin Conny Hürlimann erst am Montagmorgen. Dann wurde das Unternehmen von der Polizei über die Such- und Tauchaktion in der Kempratener Bucht in Kenntnis gesetzt.

Der letzte Bootsunfall mit tödlichem Ausgang auf dem Zürichsee ereignete sich am 22. Juli 2002. Damals stolperte ein 51-jähriger Mann während einer nächtlichen Fahrt von Rapperswil nach Hurden und fiel über die hintere Bordwand seines Motorbootes. Dabei wurde er von der Schiffsschraube so schwer verletzt, dass er starb. Auch dessen Leichnam wurde erst am Tag nach dem Unfall entdeckt und geborgen.

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