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Tecan hat im letzten Jahr weniger verdient

Tecan hat 2016 zwar deutlich mehr Umsatz erzielt. Unter dem Strich resultierte jedoch für den führenden Anbieter von Labortechnik ein tieferer Reingewinn. Der Rückgang ist primär auf die Integrationskosten der Ende 2015 übernommenen Sias in Hombrechtikon zurückzuführen.

Auf Wachstumskurs: Tecan steigerte den Umsatz 2016 um 15 Prozent. Der Labortechnikhersteller aus Männedorf will auch mittelfristig stärker als der Markt zulegen.
Auf Wachstumskurs: Tecan steigerte den Umsatz 2016 um 15 Prozent. Der Labortechnikhersteller aus Männedorf will auch mittelfristig stärker als der Markt zulegen.
Archiv Manuela Matt

Der Laborausrüster Tecan hat im Berichtsjahr eine wichtige Wegmarke erreicht: Erstmals stiegen die Verkäufe auf über eine halbe Milliarde Franken. Der Umsatzzuwachs von 15 Prozent für das Geschäftsjahr 2016 auf 506,2 Mio. Franken ist neben positiven Wechselkurseffekten vor allem der im November 2015 akquirierten Sias in Hombrechtikon zu verdanken.

Integration abgeschlossen

Tecan hatte die auf die Entwicklung und Herstellung von Pipettierrobotern spezialisierte Sias mit rund 80 Mitarbeitenden für rund 25 Mio. Franken erworben und nach Männedorf geholt. Der Abbau von Doppelspurigkeiten bei den beiden Organisationen hatte zur Folge, dass die Übernahme mit einem Stellenabbau verbunden war. Dazu sei eine natürliche Fluktuation gekommen, erklärte Tecan-Mediensprecher Martin Brändle gestern am Rande der Bilanzpräsentation in Zürich. Insgesamt habe Tecan über 60 Sias-Mitarbeiter übernommen. Mittlerweile ist der Umzug von Belegschaft und Produktion nach Männedorf abgeschlossen. Dank des personellen Zuzugs vom oberen Zürichsee sind unter dem Dach von Tecan in Männedorf heute rund 500 Mitarbeitende vereinigt.

Für die Integration von Sias fielen bei Tecan im vergangenen Jahr Kosten im mittleren einstelligen Millionenbereich an, wie der CEO David Martyr sagte. Die Gewinnmargen von Tecan auf Stufe Ebit und Ebitda fielen im vergangenen Jahr entsprechend kräftig (siehe Kasten). Unter dem Strich resultierte ein um 4,6 Prozent auf 54,5 Mio. Franken gesunkener Reingewinn. Allerdings erfolgte der Rückgang nicht aufgrund von operativ bedingten Effekten, wie Martyr darlegte. Neben den übernahmebezogenen Kosten seien dafür die fehlenden positiven Einmaleffekte des Jahres 2015, der Anstieg der Steuerrate im Jahr 2016 und das aufgrund von Währungssicherungsmassnahmen rückläufige Finanzergebnis verantwortlich.

Freude an Umsatzwachstum

Martyrs Freude über das vergangene Jahr bezieht sich in erster Linie auf das zweistellige Umsatzwachstum. Besonders erfreulich sei, dass beide Divisionen — Partnering Business und Life Sciences Business — und alle Regionen dazu beigetragen hätten. Als «spezifisches Highlight» bezeichnete er die Entwicklung im chinesischen Markt. In Europa, dem wichtigsten Markt, stiegen die Verkäufe um 13 Prozent auf 205,6 Mio. Franken. Neben Sias spielte laut Martyr auch das organische Wachstum der grossen bestehenden Plattformen eine wichtige Rolle.

Im laufenden Jahr will Tecan den Umsatz in Lokalwährung um mindestens 6 Prozent steigern. Das Margenziel von 18 Prozent (auf Stufe Ebitda) beinhaltet nach Angaben von Martyr erneut anfallende Akquisitionskosten, die im «mittleren einstelligen Millionenbereich» liegen würden. Tecan habe zudem mehrere neue Entwicklungsvereinbarungen unterzeichnet, was eine gute Basis für weiteres Wachstum schaffe.

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