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Tecan übertrifft Erwartungen deutlich

Der Laborausrüster Tecan hat dank Zukäufen und hohem Wachstum in seinem Geschäftsbereich Life Sciences Business den Umsatz im ersten Halbjahr 2017 kräftig erhöht.

Der Laborausrüster mit Sitz in Männedorf darf mit dem ersten Halbjahr 2017 zufrieden sein: Im Vergleich zum Vorjahr, verzeichnet Tecan eine Gewinnzunahme von 9,6 Prozent.
Der Laborausrüster mit Sitz in Männedorf darf mit dem ersten Halbjahr 2017 zufrieden sein: Im Vergleich zum Vorjahr, verzeichnet Tecan eine Gewinnzunahme von 9,6 Prozent.

Nach dem Rekordumsatz im Jahr 2016 – vor allem wegen der im November 2015 akquirierten Sias in Hombrechtikon – verzeichnet Tecan auch für das erste Halbjahr 2017 ein Umsatzplus. Die Verkäufe stiegen um 7,7% auf 253,3 Mio. Franken.

Ins Auge sticht der markante Umsatzanstieg im grössten Geschäftssegment Life Sciences Business um 17,2%. Tecan entwickelt Automatisierungslösungen für die Probenaufbereitung in Laboratorien. Nicht zuletzt in China konnten im Endkundengeschäft hohe Wachstumsraten erzielt werden, wie Tecan-CEO David Martyr am Mittwoch an einer Telefonkonferenz sagte. Der Bereich Partne­ring Business – Tecan stellt hier Produkte im Kundenauftrag her, die unter deren Namen auf den Markt kommen – erlitt dagegen einen Umsatzrückgang von 2,1% auf 115,1 Mio. Franken.

Der Rückgang erfolgte nach Angaben von Martyr vor dem Hintergrund der hohen Basis im Vorjahr, als die Umsatzentwicklung von der grösseren letzten Bestellung eines Firmenkunden für eine auslaufende Instrumentenplattform profitiert hatte. Das überdurchschnittliche Wachstum im Geschäftssegment Life Sciences Business konnte diesen Negativeffekt zwar kompensieren. Organisch, also aus eigener Kraft, legte der Umsatz von Tecan in den ersten sechs Monaten aber nur noch um 3,1% zu – nach einem Zuwachs von 9,2% im Vorjahreszeitraum.

Hohe Integrationskosten

Unter dem Strich erzielte die 1980 gegründete Industriegruppe aus Männedorf, die zu den weltweit führenden Anbietern von Laborinstrumenten gehört, einen um 9,6% höheren Reingewinn von 25,7 Millionen. Dabei verbuchte Tecan für die Übernahme von Sias, von SPEware (Probenvorbereitung für die Massenspektrometrie) im August 2016 sowie für die seit 1. März 2017 in der Jahresrechnung konsolidierte Pulssar leicht höhere Integrationskosten als in der Vorjahresperiode. Die hohe Nettoliquidität will Tecan laut Martyr in den kommenden Jahren für weitaus grössere Zukäufe nutzen.

Mit den vorgelegten Resultaten hat Tecan die Erwartungen der Analystengemeinde übertroffen. An der Börse legten die Tecan-Papiere deutlich zu. Für Konzernchef David Martyr liegt die Entwicklung im Rahmen der eigenen Erwartungen. Das Unternehmen bestätigte gestern zudem seine finanziellen Ziele für das Gesamtjahr und erwartet weiterhin ein Wachstum des Gruppenumsatzes von mehr als 6% in Lokalwährungen.

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