Erlenbach

Studie soll das Verkehrsproblem bei der Winkelbadi lösen

Anwohner der Winkelstrasse fordern eine Verkehrsberuhigung. Die Gemeinde hat das Problem rund um das Strandbad erkannt und eine Machbarkeitsstudie für die Sackgasse in Auftrag gegeben.

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24 Personen, die allermeisten von ihnen Anwohner, fordern mittels Unterschriftensammlung eine Verkehrsberuhigung oder gar ein Fahrverbot in der Winkelstrasse. An schönen Tagen, so ihr Argument, verkehrten Autos fast im Minutentakt in der Sackgasse.

Ein Fahrverbot sei für die Gemeinde nicht durchzusetzen, da es sich bei der Zufahrt zum Strandbad um eine öffentliche Strasse handle. Dies hält der Gemeinderat nun in seinem Antwortschreiben, welches dieser Zeitung vorliegt, fest. Hoffen dürfen die Petitionäre dennoch: Man habe unabhängig der Forderung bereits eine Machbarkeitsstudie für die Strasse in Auftrag gegeben, heisst es in der Mitteilung weiter. «Es sollen Möglichkeiten zur Entflechtung und Beruhigung geprüft und aufgezeigt werden.» Sobald die Studie vorliege, wolle sich der Gemeinderat nochmals vertieft mit der Situation rund um die beliebte Badi befassen.

Pflastersteine einsetzen

Wie Daniel Keibach, Gemeindeschreiber von Erlenbach, erklärt, habe die Gemeinde zudem als Sofortmassnahme das Einsetzen von Pflastersteinstreifen an zwei Stellen auf dem Belag der Winkelstrasse beschlossen. Diese sollen zur Verkehrsberuhigung beitragen. «Die Pflasterung hebt sich visuell ab, wodurch die Verkehrsteilnehmer intuitiv aufmerksamer und wohl damit auch langsamer unterwegs sind.»

Derzeit sanieren die Werke am Zürichsee die Leitungen, die unter der Winkelstrasse entlang führen. Die Arbeiten dürften voraussichtlich im März abgeschlossen werden, wie Daniel Keibach erklärt. Dann sollen auch die Pflastersteine eingesetzt werden.

Rasche Ergebnisse gefordert

Die Anwohnerschaft reagiert derweil verhalten positiv auf die Mitteilung des Gemeinderats. «Selbstverständlich begrüssen wir die visuelle Anpassung in Form der Pflastersteine», erklärt Sprecher Toni Baggenstos. Etwas skeptischer äussern sich die Petitionäre derweil zur Machbarkeitsstudie: «Für uns ist etwas unklar, ob aus der angekündigten Studie auch etwas Griffiges hervorgehen wird und, vor allem, bis wann Resultate vorliegen», sagt Baggenstos.

Wie Gemeindeschreiber Daniel Keibach erklärt, könne man keinen genauen Termin nennen, ab wann die Studie verfügbar sein werde. «Wir rechnen jedoch bald damit und werden, sobald wir Neuigkeiten haben, auch mit den Anwohnern in Kontakt treten.» Für die ist es derweil nur schwer nachvollziehbar, weshalb die Gemeinde «nicht gewillt» sei, bekannt zu geben, wann Ergebnisse erwartet werden können, wie Baggenstos sagt. «Das Vertrauen, dass der Gemeinderat hinter dem Anliegen, die Winkelstrasse zu beruhigen, steht, wird so nicht gefördert.»

Man wolle sich nun beratschlagen, welche Schritte unternommen werden könnten, falls die Gemeinde nicht innert nützlicher Frist, sprich noch diesen Winter, konkrete Vorschläge vorlegt.

Erstellt: 05.11.2019, 16:40 Uhr

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