Stäfa

Strom gespart und Goldvreneli gewonnen

196 Stäfner und Üriker Haushalte sind im vergangenen Jahr effizienter mit Strom umgegangen. Angespornt wurden sie durch den Stromspar-Wettbewerb des Vereins Lokale Agenda 21 Stäfa. Nun wurden die Gewinner bekanntgegeben.

Der preisgekrönte Stromsparer Adrian Dörflinger (2. von rechts) traf an der Preisverleihung auf (von links) Gemeinderat Christoph Portmann (SP) von der Werkbehörde, Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP), die Vreneli-Darstellerin und (ganz rechts) Projektleiter Michael Kistler.

Der preisgekrönte Stromsparer Adrian Dörflinger (2. von rechts) traf an der Preisverleihung auf (von links) Gemeinderat Christoph Portmann (SP) von der Werkbehörde, Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP), die Vreneli-Darstellerin und (ganz rechts) Projektleiter Michael Kistler. Bild: Michael Trost

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Es gibt zahlreiche Massnahmen, um Strom zu sparen und die Wettbewerbsteilnehmer haben sie voll ausgenutzt. Da die Beleuchtung am meisten Strom frisst, haben viele von ihnen nach eigener Aussage zuallererst herkömmliche Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzt. So auch Christoph Pfenninger, der zudem die Wäsche nicht mehr im Tumbler trocknet, sondern aufhängt. Es sind Anpassungen, mit denen er letztes Jahr 39 Prozent weniger Strom verbraucht hat.

Bei Lars Thomsen hat die ganze Familie mitgemacht, «was uns zu einer aufmerksameren Beziehung zur Energie verholfen hat», wie der Familienvater bekennt. Die Geschirrspülmaschine wurde nur noch ganz aufgefüllt laufen gelassen, und auch dies nicht mehr täglich, und nachts seien keine Geräte mehr im Standby-Modus belassen worden. Damit haben Thomsens ihren Stromverbrauch um 44 Prozent reduzieren können.

Terrarium weniger heiss

Raoul Rosenberg wiederum hat 20-jährige Küchengeräte wie Backofen und Kühlschrank durch energiesparende Modelle ersetzt und die Energie seines Terrariums runtergefahren. Nach dem Einbau von neuen Fenstern in ihrer Mietwohnung konnte Anita Schmid ihren Stromverbrauch um 69 Prozent senken, was sie prompt zur Gewinnerin des Wettbewerbs machte. Und Felix Winter schliesslich hat sein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1960 zu einem Minergie-Haus umgebaut und dadurch seinen Stromverbrauch um 47 Prozent senken können.

Die genannten Personen gehören zu den insgesamt 50 Gewinnern des Stromsparwettbewerbs, den der Verein Lokale Agenda 21 Stäfa (LA21) letztes Jahr durchgeführt hat. 196 Haushalte in Stäfa und Ürikon haben sich daran beteiligt. Der zuständige Projektleiter, Michael Kistler, hat am Samstagvormittag auf Kirchbühl die Gewinner bekanntgegeben.

Vier Jahre im Vergleich

Zuvor hatte der Umweltberater der LA21 das Pilotprojekt, an dem sich vor allem die Gemeindewerke Stäfa (GWS) beteiligt haben, erläutert. Denn es war hauptsächlich die Aufgabe der GWS, den Datensatz der Verbraucher von 2017 mit den Daten der vorangegangenen drei Jahren zu vergleichen und einen eventuellen Stromrückgang zu ermitteln. Mehrarbeit, die für den Betriebsleiter René Holzer mit der Stromzähler-Ablesung Anfang Januar endete.

«Unser Ziel war es, die Bevölkerung für das Thema Stromverbrauch zu sensibilisieren, auch der Umwelt zuliebe», sagte Kistler zum Ansinnen der LA21, die sich seit 2001 für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde einsetzt. Es hat ihn bei einem Bier in der Seegurke überaus gefreut, dass die Gäste dort über den laufenden Stromsparwettbewerb diskutiert hätten. «Er war also in aller Munde», frohlockte der Projektleiter und wies darauf hin, dass mit dieser Aktion über 6000 Haushalte direkt angesprochen wurden. Daneben habe man 1400 Flyer verteilt und darin zum am Wettbewerb aufgerufen.

Als Preis winkten 60 Goldvreneli im Wert von 17 000 Franken. Da die Gemeinde Stäfa den grössten Betrag zugeschossen hat, schüttelte der Redner dem anwesenden Gemeindepräsidenten Christian Haltner (FDP) zum Dank die Hand. Neben der ZKB hätten auch die beiden Stromlieferanten EWZ und EKZ die Aktion unterstützt. Je 20 Gewinner sind in den Sparten Einfamilien- und Mehrfamilienhaus erkoren worden. Sie wurden namentlich aufgerufen und bekamen von einer jungen Frau, die als die Verena im Stäfner Wappen gekleidet war, ihre Goldvreneli ausgehändigt. Im Durchschnitt haben die Wettbewerbsteilnehmer 25 Prozent ihres Stromverbrauchs einsparen können.

Unter den Haushalten, die ausserhalb des Wettbewerbs zusätzlich erfasst wurden, gab es zehn Gewinner. Der grosse Überflieger ist mit Abstand Adrian Dörflinger. Der alleinlebende EDV-Spezialist, der als Selbständiger zudem zuhause arbeitet und von EDV-Geräten umgeben ist, hat dank dem Einbau von Schaltuhren und –steckdosen seinen Stromverbrauch um 76 Prozent gesenkt. «So ein Set Schaltsteckdosen kostet im Jumbo keine 30 Franken», kommentierte er auf Anfrage seinen Beitrag zum Stromverbrauch. Und er riet, elektrische Zahnbürsten oder Rasiergeräte nach Gebrauch stets auszustecken und nur nachts zu laden. «Auch schalte ich die Kaffeemaschine aus, wenn ich mir einen Kaffee gemacht habe.» Die müsse nicht ständig unter Strom stehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.03.2018, 15:55 Uhr

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