Küsnacht / Meilen

Starbucks-Kaffee aus dem Kiosk

In den Bahnhofkiosken in Küsnacht und Meilen kann man sich neuerdings an einem Automaten Kaffee von Starbucks rauslassen.

Starbucks-Kaffee kann neu am Kiosk gekauft werden.

Starbucks-Kaffee kann neu am Kiosk gekauft werden. Bild: Symbolbild/Keystone

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Sobald man eine Starbucks-Filiale betritt, umhüllen einen der Duft von frischgemahlenen Kaffeebohnen und der Klang gemütlicher Jazz-Musik mit Wohlgefühl. Der amerikanische Kaffeekonzern mit seinem Meerjungfrau-Logo ist mittlerweile in der ganzen Welt verbreitet. Auch in Zürich sind Kaffeeliebhaber mit 19 Standorten versorgt. Um einen frisch gebrühten Starbucks-Kaffee trinken zu können, musste man bisher aber extra in die Stadt. Nun wurde das Angebot des Kaffee-to-go in Zusammenarbeit mit dem Kiosk-Unternehmen Valora auf 100 Standorte in der Schweiz erweitert. Solche Kioskstellen verfügen nun über einen Starbucks-Automaten. Auch in den Kiosks an den Bahnhöfen Meilen und Küsnacht kann man neuerdings Kaffee und Tee im Starbucksbecher rauslassen. In Küsnacht gibt es das Angebot laut den Kioskverkäuferinnen seit Februar, in Meilen seit einem Monat. «Es läuft wunderbar», sagt die Meilemer Kioskverkäuferin. «Vor allem Jugendliche springen darauf an.»

Einen Franken billiger

Um sich im Kiosk einen Kaffee rauszulassen, wählt man zuerst die Grösse seines Getränks aus: die Espressogrösse Demi, Tall oder Grande. Nebst drei Espressi-Variationen für 3.50 Franken, gibt es unter anderem auch Caffé Crème, Cappucino oder heisse Schokolade. Insgesamt stehen zwölf verschiedenen Getränke und diverse Teesorten zur Auswahl. Die Preise belaufen sich bei der Grösse Tall mehrheitlich auf 4.70 und beim grössten Becher auf 5.40 Franken. So bezahlt man ungefähr einen Franken weniger als in den Filialen.

Wenn man seine Bechergrösse auf dem Display eingetippt hat, kann die Getränksorte bestimmt und personalisiert werden. Nebst dem Auswählen der Röstungsart der Kaffeebohnen kann auch ein Sirup oder ein Extra Espresso Shot hinzugefügt werden. Ich entschied mich im Automaten-Test für den Vanilla Latte, den ich sonst auch ab und zu im Starbucks trinke. Der Automat lief wie geschmiert und zauberte mir einen Milchschaum auf das Getränk. Die Kundin nach mir hatte weniger Glück. Die Vollmilch war aufgebraucht, weshalb alle Getränke, die Milch enthalten, nicht mehr erhältlich waren.

Selfservice statt Barista

In den letzten Jahren hat sich das Angebot von Starbucks verändert. Früher war der Kaffee in der Schweiz nur im Starbucks-Geschäft erhältlich und wurde vor der Augen des Kunden von den Baristas zubereitet. Doch seit 2012 sind auch in den Regalen der Migros gekühlte Produkte des Riesenkonzerns erhältlich. Auch Selecta macht seit vier Jahren gemeinsame Sache mit der amerikanischen Firma und stattet in ganz Europa tausende Büros mit Starbucks-Automaten aus. Ein Jahr später spannte das Kaffeehaus mit der SBB zusammen und lancierte den Starbucks-Coffee-Shop auf Rädern.

Starbucks scheint nicht mehr auf Exklusivität, sondern Massenverbreitung zu setzen. Sich auf dem Weg zur Arbeit beim Kiosk einen Starbuckskaffee rauslassen zu können, ist eine schöne Option. Trotzdem fehlte mir das freundliche Lächeln eines Baristas, die zum Verweilen einladenden Ledersessel und der Duft von Kaffee und warmen Muffins. Vielleicht hat mir mein Lieblingsgetränk deshalb nicht so gut geschmeckt wie sonst. ()

Erstellt: 20.04.2016, 17:06 Uhr

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