Stäfa

Steine und Sträucher sichern die Ufer des Eichtlenbachs

Am Eichtlenbach wird derzeit gebaut. Die Gemeinde Stäfa sichert den Bachlauf nach Erosionsschäden. Die Arbeiten dauern noch bis Anfang nächste Woche.

Der Bagger greift ins Bachbett, Steine und Äste liegen bereit, um zur Sicherung der Böschung platziert zu werden.

Der Bagger greift ins Bachbett, Steine und Äste liegen bereit, um zur Sicherung der Böschung platziert zu werden. Bild: Foto: Manuela Matt

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Der Flurname Eichtlen in Stäfa, manchmal auch Echteln geschrieben oder Eichteln, mag an ein eichenbestandenes Tal erinnern. Das Gebiet ist aber seit Jahrhunderten vor allem landwirtschaftlich genutzt. Unter den Bäumen dominiert statt der Eiche eher die Weide.

Im Talgrund fliesst der Eichtlenbach, und dort stehen unterhalb der Rainstrasse zurzeit Baumaschinen. Wo der Bach einem steilen Wäldchen entlang verläuft, sind seine Ufer stellenweise kahl geworden. Das vorher dichte Buschwerk und kleine Bäume sind weggeschnitten. «Es sieht nach einem grösseren Eingriff aus, als es wirklich ist», sagt Florian Uehle, der Leiter des Bereichs Abwasser und Gewässer der Gemeinde Stäfa, zum ungewohnten Anblick. Das werde sich aber innert einem, zwei Jahren wieder ändern, sagt er voraus. Die Büsche seien auf den Stock zurückgeschnitten worden und würden wieder austreiben.

Bahnschwellen entfernt

Das Zurückschneiden ist laut Uehle eine normale Massnahme beim Unterhalt der Bachufer. Die Gemeinden sind dem Kanton gegenüber verpflichtet, die Bäche auf ihre Kosten zu unterhalten.

Den Anstoss für die jetzigen Bauarbeiten am Eichtlenbach gab ein Erosionsschaden beim Eichtlenfussweg. Unterhalb des Brückleins haben nun die Gewässerbaufachleute der Firma SKW AG aus Bubikon die Eisenbahnschwellen entfernt, die einst zur Böschungssicherung eingebaut worden waren, und das Ufer neu mit Steinbrocken gesichert.

Verbauungen aus Ästen

Weil die Firma mit ihrem Material dort im Einsatz ist, gab ihr die Gemeinde auch gleich den Auftrag, die schadhaften Seitenverbauungen ein wenig weiter bach­aufwärts in Ordnung zu bringen. «Grosse Steine der Verbauungen waren in die Bachmitte gerutscht», erklärt Uehle, «und der Bach frass sich ins Umland.» Die Steine werden jetzt zurückplatziert. Mit Bündeln aus abgehauenen Ästen baut die beauftragte Firma Faschinen, die die Erde der Böschung am Rutschen hindern. Stecklinge von Sträuchern sollen Wurzeln schlagen und so das Erdreich für die nächsten Jahre weiter sichern.

Uehle geht davon aus, dass die Arbeiten am kommenden Montag oder Dienstag abgeschlossen sein werden. Dann wird es wieder ruhiger für die Füchse im Wäldchen und für die Fische im Wasser. Der Eichtlenbach, der von den Zuflüssen Leisibach, Wannenbach und Püntacherbach gespiesen wird, ist auch Lebensraum für Forellen.

Erstellt: 22.09.2018, 10:56 Uhr

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