Stäfa

Behörden geben für Stäfner Seesauna grünes Licht

Nach einer Verzögerung steht nun definitiv fest: Die Seesauna in der Badi Lattenberg kommt im Herbst. Von der Idee zur Umsetzung dauerte es fünf Jahre.

Von aussen soll die Seesauna so aussehen.

Von aussen soll die Seesauna so aussehen. Bild: Visualisierung PD

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Eine Wintersauna direkt am See. In einem Gebäude der Badi, das nicht mehr genutzt wird. Diese Idee zieht: Innert Kürze hatten die Initianten vor vier Jahren über 500 Unterschriften für eine Petition zusammen. Der Gemeinderat Stäfa zeigte sich offen für das Projekt. Die Idee bringt auch das Geld zusammen. Durch Anteilscheine und Spenden besitzt die Genossenschaft nun 290'000 Franken. Das genügt für den Umbau und zu Beginn auch für den Betrieb.

So glatt es auf der einen Seite läuft für die Initianten, so viel Geduld brauchen sie auf der anderen: Die Mühlen der Verwaltung mahlen langsam. Das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft musste das Projekt prüfen, weil die Badi Lattenberg auf Konzessionsland steht. Anschliessend musste die Gemeinde einen Entscheid treffen.

Baufreigabe als Formsache

Aktuell liegt der positive Bauentscheid vor – zu einer Zeit, da sich die Initianten der Seesauna ursprünglich auf die Eröffnung vorbereiten wollten.Weil es bis zur Baubewilligung länger dauerte, als die Saunafans veranschlagt hatten, beginnt der Bau nun im April. Eigentlich hatten sie im vergangenen Oktober damit loslegen wollen.

So soll die Seesauna innen aussehen. Visualisierung: PD

«Wir freuen uns über den Entscheid», sagt Michael Kistler, Kommunikationsverantwortlicher der Genossenschaft. «Jetzt können wir weitermachen.» Die Baufreigabe haben die vier Gründungsmitglieder der Genossenschaft zwar noch nicht erhalten, aber sie sehen es als Formsache an, diese zu erreichen. Sie müssen dem Gemeinderat nur noch gewisse Detailangaben machen, etwa zur Breite der Türen in der Sauna oder zur Kontrolle der Aushubarbeiten. «Wir waren gespannt. Die Auflagen hätten grösser ausfallen können», sagt Kistler. «Jetzt wollen wir mit den Handwerkern arbeiten und uns die Hände schmutzig machen.»

Lärmige Arbeiten vorher

Als Erstes wird das zukünftige Saunagebäude an die Kanalisation angeschlossen. «Alle lauten Arbeiten sollen vor Beginn der Badisaison abgeschlossen sein», sagt Kistler. Die Badenden sollen nicht von der Baustelle gestört werden. Anschliessend beginnt der Innenausbau. Der Vorstand lässt ein Konzept umsetzen, das eine modulare Bauweise vorsieht. In die alte Garderobe werden Holzquader eingebaut, die als Räume dienen. Im Parterre entsteht – natürlich – die Sauna, das 16 Quadratmeter grosse Herzstück des Gebäudes. Gegenüber sind Teezimmer, Ruheräume und Duschen eingeplant.

Die Genossenschaft Seesauna Stäfa darf aus der alten Garderobe der Badi Lattenberg ein Schwitzbad machen.

Im oberen Stock, zugänglich über eine Treppe, werden Empfangsraum, Umkleide und Toiletten eingebaut. Vor dem Gebäude wird ein Holzsteg gebaut, auf dem die Saunabesucher sauberen Fusses zum Seeufer gelangen.

Bis zu 100 Genossenschafter

Rund neunzig Genossenschafter stehen hinter dem Projekt. Sie haben Anteilscheine für 2000, 5000 oder 9000 Franken erworben. Im Gegenzug erhalten sie Vergünstigungen. «Wir würden uns über weitere Genossenschafter freuen», sagt Kistler. Die unmittelbaren Bau- und Betriebskosten seien zwar gedeckt, doch Kistler mahnt: «Man weiss nicht, was an unerwarteten Kosten auftritt während der Bauarbeiten.» Bis zu insgesamt einhundert Genossenschafter würde der Vorstand sicher aufnehmen.

Die Seesauna wird von Oktober bis April täglich geöffnet sein mit einem Frauentag jeweils dienstags. Die Stäfnerin Sylvie Appenzeller wird den Betrieb leiten.





Erstellt: 26.01.2020, 15:52 Uhr

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