Hombrechtikon

Hombrechtiker begutachten ihre Behördenkandidaten

Warum sie sich für ein Amt zur Verfügung stellen, erklärten am Mittwochabend die neuen Behörden­kandidaten in Hombrechtikon. Zusammen mit den Bisherigen stellten sie sich den Fragen des Publikums.

Acht Gemeinderatskandidaten auf der Leinwand, sieben plus der Moderator auf dem podium. Einer konnte aus gesundheitlichen Gründen bei der Vorstellung nicht dabei sein. Bild: Moritz Hager

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Sechs leere Zeilen stehen auf dem Wahlzettel. Die Hombrech­tiker Stimmberechtigten können dort hinschreiben, wen sie für die nächsten vier Jahre im Gemeinde­rat haben wollen. Acht Kandidaten bewerben sich, davon sechs neue. Am Mittwochabend präsentierten sie sich im Gemeindesaal den Stimmberechtigten im Hinblick auf den Wahlgang vom 22. April.

Wen soll man da nicht wählen, konnten sich die rund 150 Anwesenden fragen, nachdem die sechs Neuen ihre Eignung für das Amt dargelegt hatten. Allen liegt Hombrechtikon am Herzen, manchen explizit auch Hombrechtikon und Feldbach, alle haben einen guten Rucksack an Lebenserfahrung, beruflichem Wissen und teils auch politischer Erfahrung. Die SVP und die FDP, die zurzeit den ganzen Gemeinderat stellen, schicken als Neue Stephan Gafner (SVP) und Eugen Gossauer (FDP) ins Rennen.

Die Herausforderer sind der Grünliberale Thomas Wirth sowie die Parteilosen Peter Eugster (von der SP portiert) und Thomas Etter, der von der IG Hombrech­tikon portiert wurde und seine politische Ausrichtung als «sozialbürgerlich» bezeichnete.

«Keine Kampagnen»

Neben den Neuen kandidieren drei Bisherige, zwei von ihnen stiegen im Gemeindesaal aufs Podium: Gemeindepräsident Rainer­ Odermatt (FDP) und Christian Walliker (SVP). Nicht dabei sein konnte Daniel Wenger (FDP). Er war, wie Alt-Gemeindepräsident Max Baur als Mode­rator des Anlasses mitteilen musste, gerade für eine Rückenoperation hospitalisiert.

Gewieft hatte Baur zu Beginn ge­beten, den Kandidaten-Vorstellungsabend nicht für Kampagnen im Hinblick auf aktu­elle Gemeindefragen zu benützen. Am kommenden Mittwoch berät nämlich Hombrech­tikons Gemeindeversammlung, ob die Gemeinde das Alterszentrum Breit­len selber führen oder aus­lagern soll. «Das wird bestimmt nicht langweilig», prophezeite eher tiefstapelnd Gemeindeschreiber Jürgen Sulger, der im Übrigen den technischen Ablauf der Behördenwahlen erklärte.

Nicht nur Kampagnen, sondern auch verunglimpfende Angriffe auf die Kandidierenden verbat sich der Moderator. Das Publikum durfte nämlich alle befragen, von sämtlichen zur Wahl stehenden Behörden, sowohl die Neuen wie auch die Bisherigen.

Während die Behördenanwärter auf dem Podium sich weit­gehend an Baurs Anweisungen hielten und ihre Meinung zum Alters­zentrum, wenn überhaupt, nur dezent durchblicken liessen, spielten zwei Votanten aus dem Publi­kum direkt auf den Mann und warfen je einem Kandidaten generelle Unfähigkeit beziehungsweise Unordnung auf seiner Liegenschaft vor, was beide trocken konterten.

Die vielen anderen Fragen blieben sachlicher. Mit mehreren Steil­pässen für die Kandidie­ren­den fiel dabei Stefan Sulzer auf, seines Zeichens selber für die Rechnungsprüfungskommission kandidierend. Er tritt für die FDP an und profitiert vom Bisherigen-Bonus, der aber diesmal nicht ent­schei­dend sein dürfte, weil für die sieben Sitze sieben Kandidaten da sind. RPK-Präsident Remo Pfyl (SVP, bisher) schaffte es knapp zur Präsentation im Blatten-Saal – er war soeben als Feuer­wehr­offizier im Einsatz gewesen. Die Hombrechtiker halfen ihren Kollegen aus Stäfa, wo sich ein Auto überschlagen hatte.

Neben Pfyl und Sulzer kandidieren für die RPK Alex Hauenstein (SVP, neu), Christian Hertig-Tremonte (SP, neu), Eduard Krüttli (SP, bisher), Urs Mumprecht (SVP, bisher) und Marion Tobler (FDP, neu).

Sonderapplaus für Ausdauer

Wie für die RPK steht auch für die Sozialbehörde die Zusammensetzung praktisch fest. Für die vier zu vergebenden Sitze präsentierten sich im Gemeindesaal vier Leute, nämlich neben dem bisherigen Urs Ruoss (SVP) die Neuen Markus­ Bähler (parteilos), Karin Gafner (SVP) und Manuela Tremonte (SP).

Spannender wird die Wahl in die Schulpflege. Unbestritten ist die Kandidatur des Bisherigen Rolf Huber (FDP) als Präsident, der als solcher von Amtes wegen dem Gemeinderat angehört. Bleiben in der Schulpflege sechs Sitze. Um diese bewerben sich sieben Leute: Monika Brem (GLP, neu), Alexandra Dändliker (SVP, neu), André Gerber (parteilos, bisher), Simone Keller-Schenk (FDP, bisher), Christian Largiadèr (SP, neu), Bernhard Meili (SVP, bisher) und Christoph Sigrist (parteilos, neu). Alle Neuen erhielten freundlichen Applaus für ihre Vorstellung und Gerber einen Spezialapplaus, weil er schon seit sechs Amtsdauern in der Schulpflege wirkt.

Erstellt: 01.04.2018, 09:12 Uhr

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