Männedorf

Grossaufmarsch der Feuerwehrleute

Die Feuerwehrleute aus dem Kanton Zürich trafen sich im Männedörfler Zentrum Leue zur Delegiertenversammlung. Als Gast sprach Sicherheitsvorsteher Mario Fehr.

Über 200 Feuerwehrleute trafen sich in Männedorf.

Über 200 Feuerwehrleute trafen sich in Männedorf. Bild: Symbolbild/Michael Trost

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So viele Feuerwehrleute wie letzten Freitag sind in Männedorf selten zu sehen: 138 Stimmberechtigte und rund 70 Gäste trafen sich im Saal des Zentrums Leue an der Delegiertenversammlung des Kantonalen Feuerwehrverbands Zürich (KFV).

Ein Thema an dem Abend waren Millionenbeträge, auf die sich die Schadensfälle des letzten Jahrs belaufen. Kurt Steiner, Leiter Feuerwehr der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ), präsentierte die Bilanz mit den grössten Ereignissen. Insgesamt beläuft sich die Summe der Feuerschäden 2018 auf rund 55 Millionen Franken. Dabei fällt ein Fall besonders ins Gewicht: der Grossbrand am Zürcher Hauptbahnhof im vergangenen August. Nach ersten Prognosen wird der Schaden laut Steiner rund 25 Millionen Franken kosten.

Als Behördenvertreterin der Feuerwehr Männedorf-Uetikon begrüsste Uetikons Sicherheitsvorsteherin Marianne Röhricht (parteilos) die Anwesenden. Sie hob in ihrer Ansprache die Wichtigkeit des Schweizer Milizsystems hervor. Dabei wies sie auf die Herausforderung hin, dass immer weniger Freiwillige sich in Organisationen wie der Feuerwehr engagierten.

Sorge um Nachwuchs

Ein weiterer Gast war der in Adliswil wohnhafte Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Mario Fehr (SP). Er lobte die Feuerwehrleute für ihre Einsätze und erinnerte an das grösste Schadenereignis im letzten Jahr, den Grossbrand beim Zürcher Hauptbahnhof. Dass damals nicht ein noch grösserer Schaden entstanden sei, zeige, dass die Brandschutzmassnahmen Wirkung gezeigt hätten. Zudem kam Fehr auf das Geld zu sprechen, das seitens der Politik in die Feuerwehren fliesst. Es sei gelungen, die Öffentlichkeit von ihrer Wichtigkeit zu überzeugen: «Die Feuerwehrleute werden angemessen bezahlt, und ihre Ausrüstung ist top.»

Der Präsident des KFV und Kommandant der Feuerwehr Niederhasli, Christian Meier, sprach die Bedeutung des Jahres 2019 an, das vom Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) zum «Jahr der Milizarbeit» ernannt wurde. «Nützen wir dies», sagte Meier, «damit wir auch in Zukunft genügend Nachwuchs für die Feuerwehren begeistern können.»

Mit Sorge blickt Meier auf Sparmassnahmen und eine Ungleichheit: «Es gibt in der Schweiz eine Militär- oder Zivilschutzpflicht, die obligatorisch ist und die entschädigt wird.» Jeder Arbeitgeber sei sich dessen bewusst. «Warum wird unsere wichtige Feuerwehrtätigkeit nicht auf der gleichen Stufe eingeordnet?», fragte Meier.

Kampagnen im Internet

Deshalb sei es wichtig, «dass wir weiter konsequent, aktiv und nachhaltig werben, damit die Abgänge in den nächsten Jahren mit jungen Kameradinnen und Kameraden neu besetzt werden können», sagte Meier weiter. Unter anderem gelinge dies mit Internetkampagnen wie feuewehr-talente.ch oder firefighters-gesucht.ch, mit denen «die gute Sache Feuerwehr» Interessierten präsentiert werde.

Erstellt: 17.03.2019, 18:48 Uhr

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