Erlenbach

Die Gemeinde Erlenbach liess zwei rund 100-jährige Häuser verlottern

Die Gemeinde Erlenbach reisst zwei ihrer Liegenschaften ab. Sie sind einsturzgefährdet.

Die Liegenschaft Im Allmendli 9 wurde 1926 erbaut.

Die Liegenschaft Im Allmendli 9 wurde 1926 erbaut. Bild: Michael Trost

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In Erlenbach sind gleich zwei Häuser wegen Einsturz gefährdet. Einerseits die Liegenschaft im Allmendli 9, in der Nähe des gleichnamigen Schulhauses. Andererseits diejenige an der Freihofstrasse 5, schräg gegenüber dem Brockenhaus des Frauenvereins Küsnacht.

Die Gemeinde Erlenbach ist Eigentümerin beider Gebäude und hat sich nun entschieden, sie abzureissen. Eine Sanierung wäre zu teuer geworden, heisst es. «Bei beiden Liegenschaften ist es nicht so, dass wir unmittelbar befürchten, dass diese Gebäude beim nächsten Windstoss ganz zusammenfallen», erklärt Gemeindeschreiber Daniel Keibach. Die Sicherheit sei aber bei einem Aufenthalt in und um die Häuser nicht mehr gegeben.

Alte Häuser

Das Haus im Allmendli wurde 1926 erbaut und ist seit 1994 im Besitz der Gemeinde. Seit einem Jahr werde es nicht mehr bewohnt. Kurz nachdem die letzten Bewohner ausgezogen sind, ist es gemäss Keibach zu einem Wasserschaden gekommen. Dadurch sei die eigentlich geplante Sanierung infrage gestellt worden, die bereits ohne den zusätzlichen Schaden über eine Viertelmillion gekostet hätte.

Man hat in den letzten Jahren bewusst nur das Nötigste unterhalten, um die Bewohnbarkeit sicherzustellen.Daniel Keibach
Gemeindeschreiber Erlenbach

Die Liegenschaft an der Freihofstrasse wurde bereits 1890 erbaut. Die Gemeinde ist seit 2003 Besitzerin. Das Gebäude sei damals schon in einem schlechten Zustand gewesen. «Man hat in den letzten Jahren bewusst nur das Nötigste unterhalten, um die Bewohnbarkeit sicherzustellen.» Das Haus steht seit Anfang Jahr leer.

Das Wohnhaus an der Freihofstrasse stammt aus dem Jahr 1890. Foto: PD

Eine Sanierung sei aus Kostengründen nicht infrage gekommen.«Der Unterhalt beider Liegenschaften wurde bewusst minimal gehalten», gibt Keibach zu. Trotz des hohen Alters der beiden Häuser habe man nicht mit diesem schlechten Zustand gerechnet.

In einem kürzlich versendeten Newsletter erklärte die Gemeinde, die Abrissarbeiten würden Ende August beginnen. Doch wie Keibach sagt, wartet sie nun noch einen Bericht über allfällige Schadstoffe in den Gebäuden ab. Je nachdem könnte sich der Abriss der beiden Häuser um einiges verteuern. Pläne für eine neue Nutzung der frei werdenden Grundstücke hat die Gemeinde noch nicht.

Erstellt: 24.08.2019, 14:00 Uhr

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